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Soll die Rationalisierung Erfolg, einzel- und volkswirtschaftlichen
Erfolg bringen, so muß sie alle Zweige der Volkswirtschaft in
gleichem Maße und zu gleicher Zeit erfassen und alle wirtschaftlich
Tätigen mit gleichem Geiste erfüllen. Die Rationalisierung ist
somit auch zu studieren in ihrer Anwendung auf die Hauswirtschaft
ebenso wie auf die Landwirtschaft, auf die Produktion ebenso
wie auf den Warenvertrieb und auf die verschiedenen Arten des Verkehrs
sowie aut den Güterkreislauf, auf die private Wirtschaft
sbenso wie auf die Staats- und Weltwirtschaft (öffentliche und
internationale Rationalisierung); allen diesen Teilproblemen der
ıaeuen Lehre — man könnte sie etwa Wirtschaftlichkeitslehre
nennen — ist als grundlegender erster Teil die »individuelle
Rationalisierung«, die wirtschaftlichere F ührung des Einzelnen, seine
Erziehung zur Wirtschaftlichkeit und zur wirtschaftlicheren Be-:ätigung
im Berufe, voranzustellen. So aufgefaßt, in diesem universellen
Geiste behandelt, ist die Wirtschaftlichkeitslehre eine
notwendige zeitgemäße Ergänzung und Fortentwicklung der Volkswirtschaftslehre
und der Volkswirtschaftspolitik. Die neue Lehre
ist — und muß sein — im wesentlichen, trotz aller technischen,
psychologischen und anderweitigen Einschläge und Behelfe, volkswirtschaftlich
orientiert, eine bewußte Wertbestimmung des
Wirtschaftens, eine Zielsetzung, also im Gegensatze zur »reinen«
der theoretisch-abstrakten sowie zur historischen Volkswirtschaftslehre
eine neue Fassung des obersten Prinzipes der Volkswirtschaftspolitik.
Daß die Volkswirtschaftslehre so lange und so geflissentlich
der Wert- und Zielsetzung aus dem Wege ging, hatte zur Folge,
daß außerhalb ihrer und neben ihr eine ganze Reihe neuer Disziplinen
entstanden, die jenem Bedürfnisse nach Systematisch-wissenschaftlicher
Behandlung und Anwendung des wirtschaftlichen Prinzipes
entgegenkamen; es sei nur erinnert an die Arbeitswissenschaft,
an die Psychotechnik (angewandte oder soziale Psychologie), an
die Werbewissenschaft, Verkäuferschulung, an die wissenschaftliche
Betriebsführung (scientific management), an die Konjunkturforschung,
an die Betriebswirtschaftslehre, insoweit sie auf Rationalisierung abgestellt
ist u.a.m., durchwegs Teildisziplinen der Wirtschaftlichkeitslehre,
durchwegs Disziplinen, die bewußt dem Zwecke dienen,
über das Tatsächliche der Wirtschaft hinaus besseres, erfolgreicheres
Wirtschaften zu lehren und systematisch anzuwenden im Interesse