1853
lichen Forste besprochen. In Österreich wird für 1928 ein Holz-
aufschlag von 900.000 Festmetern vorgesehen, wozu nicht weniger
als 4654 Angestellte und Arbeiter (außerdem 3262 quieszierte
Personen) benötigt werden; 1926 war der Abgang 1:9 Millionen
Schilling (und 05 Millionen Schilling Investitutionen); 1928
kommen auf einen Beschäftigten 4654 Schilling Einnahmen, aber
4662 Schilling Ausgaben, die Beschäftigten machen sich also
nicht. »bezahlt«. Energische Rationalisierung der Verwaltung
und des Betriebes (Mechanisierung des Transportes, Motorsägen,
Abstoßung der Servitutslasten) sind notwendig und nun doch in
Aussicht genommen. Der deutsche Forstverein (Tagung 1927 in
Frankfurt) fordert ebenfalls mehr technische Hilfsmittel, überhaupt
Rationalisierung der staatlichen Forstverwaltung, ferner Ausbau der
Fachschulen, des Versuchswesens, der Forststatistik u. a. m.
Auch die öffentlichen Verwaltungskörper der Gesundheits-
pflege und der sozialen Versicherung sind in mehrfacher
Hinsicht einer durchgreifenden Rationalisierung bedürftig. Im
deutschen Normenausschusse berichtete Professor Hoffmann
‘November 1927) z. B. über die Normung der Krankenpflege; es
handelte sich vor allem um die Schaffung von Zweckverbänden
für die einheitliche Verwaltung der Krankenhäuser, wie er etwa im
»Reichsverband der gemeinnützigen Kranken- und Pflegeanstalten«
(mit einer halben Million Betten) besteht; gemeinsamer Einkauf der
Materialien; Normung der Betten, Wäsche und anderer Einrichtungs-
gegenstände und Korrespondenzdienst (um den Belag auszugleichen)
sind die Hauptvorteile dieser Rationalisierung.
Auch die Verwaltung der Institute der sozialen Versiche-
rung ist in mehrfacher Hinsicht zu rationalisieren. Es gibt zu viele
und zu vielerlei Institute dieser Art mit oft kleiner Klientel, so daß
die Betriebskosten irrationell hoch sind. Die Hauptinteressenten
— Angestellte und Arbeiter, d. h. die Versicherten — sollten einen
unabhängigen Untersuchungsausschuß zur Rationalisierung
»ihrer« Institute (mit dem Ziele: möglichst geringe Beiträge und
möglichst hohe Leistungen!) bilden. Dazu kommen oft komplizierte
Wahlen der Leitungen, mehrfaches Ineinandergreifen, Sichȟber-
decken« der einzelnen Versicherungszweige;, irrationelle innere Ver-
waltung, Zersplitterung der Kosten und Arbeit. Die Österreichische
Pensionsanstalt für Angestellte hatte 1924 bei 2:08 Millionen Schilling
Auszahlungen Verwaltungskosten von 0:4 Millionen Schilling, d. s.