Full text : Wirtschaftlichkeitslehre

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daher größte Verbreitung, die wieder vermehrte Produktion zur
Folge hatte. Und die Konkurrenzfähigkeit liegt nur in der Güte
(Qualität, Stromersparnis, Lichtstärke) der Lampe. Wie Ingenieur
Hellwig (Verein deutscher Ingenieure) sie definierte, ist also die
Normung nichts anderes als »die Beseitigung der technisch und
wirtschaftlich unbegründeten, ja schädlichen Vielheit in den Abmessungen
 der industriell-gewerblichen Ergeugnisse «,
Es gibt nun schon eine ganze Reihe verschiedenartiger Normungen,
so die technischen Normen (einheitliche Abnahmebedingungen für
Maschinen u. ä.; Vorschriften über Baustoffe in bezug auf zulässige
Beanspruchungen), Gestaltungsnormen (für Maschinenelemente,
Schrauben, Nieten, Transmissionen — besonders wichtige Fälle!),
Stoffnormen (für die Werkstoffe, z. B. für Stähle u. a., d. h. welche
Eigenschaften von einem Werkstoffe »normalerweise« zu verlangen
sind). Ein ganz besonders praktischer Vorteil dieser Normen ist
die Vermeidung oder wenigstens rasche Entscheidung von Lieferungsprozessen,
 in denen von den Sachverständigen nicht mehr jeder
eine andere Meinung haben kann. Ein anderer praktischer Erfolg
der Normen ist die Verringerung des Lagers, d. h. des »toten
Kapitals«. Eine andere: Gruppe von Normen sind schließlich die
einheitlichen Zeichen (Namen) für industriell-technisch wichtige
Dinge, wie z. B. PS. (HP.), KWh u. a.; leider ist hier noch nicht
überall Einheitlichkeit zustande gebracht worden; z. B. schreibt
man in Österreich m”, m®, in Deuschland dagegen qm, cbm. Unbedingt
 notwendig wäre es auch, daß die Angelsachsen zum
metrischen Gewichts- und Maßsystem übergingen, nachdem nunmehr
selbst Japan, Rußland und die Türkei ihre »nationalen« Maße aufgegeben
 haben; aber es scheint noch: die »League for British
Weights and Measures« zu bestehen und Geltung zu haben...
An wichtigeren Beispielen von praktisch in Durchführung begriffenen
 Normungen seien noch die einheitlichen Papierformate
210X V2= 297) für Amts- und Geschäftsbedarf erwähnt; in der
österreichischen Staatsverwaltung ist das Normpapier schon eingeführt.
 Dazu kommt die Normung des Geschäfts- und Amtsstiles,
 Anschrift; Postsparkassen- und Bankkonti, Fernsprecher u. a.
sollen an einheitlicher Stelle abgedruckt werden. Dadurch wird
viel »Leerlauf« der Schreibmaschinen vermieden, aber auch die
Ablage (Registratur)arbeit erleichtert. In der Schuhfabrik Be-Ka
Mödling) verlor ein Beamter zweieinhalb Stunden wöchentlich damit.
            
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