Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

Auslandsanleihen von Kreditinstituten, 95 
Rentenbank-Kreditanstalt III: National City Co. 4 Müll. $ 
in Holland durch Amsterdamsche Bank, Twentsche Bank und Internationale 
Bank am 20. 10. 27 aufgelegt; 500 000$ in Schweden durch Stockholms 
Enskilda Bank aufgelegt; je 1,25 Mill. $ fest in England und Schweiz. 
Commerz- und Privatbank: Chase Securities Corporation. 
Blair & Co. Halseyv., Stuart & Co. 
Die Sächsische Landespfandbriefanstalt, 
eine vom Direktorium der Sächsischen Staatsbank geleitete öffent- 
Jlich-rechtliche Anstalt, für deren Verbindlichkeiten der sächsische 
Staat haftet, hat die Aufgabe, an Betriebe der Industrie, des Han- 
dels und Gewerbes gegen Beleihung von in Sachsen gelegenen 
Betriebsgrundstücken langfristigen Kredit zu geben, und ver- 
schafft sich die Mittel hierzu durch Ausgabe von Pandbriefen, Bis 
Ende 1926, des ersten Geschäftsjahres, waren 392 Darlehen über- 
39,1 Mill. 4 zur Auszahlung gelangt, davon 86 an Betriebe der 
Textilindustrie und 60 an Betriebe der Maschinenindustrie ein- 
schließlich Metallwarenfabriken und Gießereien. Für die Be- 
schaffung der Mittel konnte zunächst nur das Ausland in Betracht 
kommen. Die 1. Serie der Pfandbriefe wurde in Höhe von 5 Mill. $ 
durch die National City Company of New York in Amerika unter- 
gebracht, und zwar als mortgage collateral bonds, d. h. durch Ver- 
pfändung der Hypothekenbriefe besonders gesicherte Obliga- 
tionen. Sie sind mit 7 % verzinslich und wurden am 15. Januar 
1926 zu 931% % aufgelegt. Die Darlehen, welche. aus diesen 
Mitteln gewährt wurden, sind mit 8 % verzinslich und werden in 
derselben Weise kumulativ getilgt wie die Bonds. Auch die Ver- 
zinsung hat, wie bei den Bonds, mit dem 1. Dezember 1925 be- 
gonnen, obwohl die Auszahlung erst vom 1. Februar 1926 ab er- 
folgen konnte. Die Auszahlung erfolgte zu 87,25 %; einschließ- 
Jich des zu zahlenden Gefahrenzuschlags von % % stellt sich die 
Effektivverzinsung auf 9,95 %, doch beabsichtigt die Anstalt, den 
Zinsfuß um % % zu ermäßigen. 
Im Juni und Juli 1926 wurde eine Serie 8 % Pfandbriefe von 
5 Mill. A auf dem deutschen Kapitalmarkt untergebracht. Am 
292, November wurde zu 97 % in Neuyork eine zweite ame- 
rikanische Serie von 4 Mill. $ zu gleichen Bedingungen, in- 
dessen mit 6% % verzinslich, aufgelegt. Die daraus gewährten 
Darlehen sind mit 7 % verzinslich und wurden zu 90 % aus- 
gezahlt; die Effektivverzinsung einschließlich % % Gefahren- 
zuschlag beträgt 8,3 %. Am 8. September 1927 folgte die Auf- 
legung einer dritten, und zwar 6 % Serie von 2 Mill. $ zu 95 Z. 
Die Auflegung der amerikanischen Pfandbriefserien der Säch- 
sischen Landespfandbriefanstalt bedurfte der Befürwortung der 
Beratungsstelle für Auslandskredite. Während die Beratungsstelle 
grundsätzlich industriellen Unternehmungen zugute kommende 
Auslandsanleihen mit staatlicher oder kommunaler Garantie nur 
dann genehmigte, wenn sich die Unternehmungen ganz oder zum
	        
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