Die Dawes-Anleihe,
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im zweiten nur noch 12 012 000 $; im dritten Anleihejahr reduziert
sich die Summe auf 11 704 000 $ und so fort, da in jedem Jahr sich
der Zinsenbetrag um 308 000 $ vermindert; im Jahre 1949 beträgt
sie nur noch 4 928 000 $.
Nach dem Devisenkursstand vom 15. Oktober 1925 hätte die
Beschaffung der Devisen für die Verzinsung und Tilgung im ersten
Jahr eine Ausgabe von rund 94,99 Mill. GA erfordert. Tatsäch-
lich sind aber vom Generalagenten nur 88 945 000 GM ausgegeben
worden. Die Gründe sind folgende. Während des ersten Anleihe-
jahres sind beträchtliche Ersparnisse an Zinsen für den ersten am
15. April 1925 fälligen Coupon durch die Verzögerung der Auf-
legung bzw. Einzahlungen des britischen, französischen, italieni-
schen und belgischen Abschnitts entstanden. Weitere Ersparnisse
sind. dadurch erzielt und werden auch in den folgenden Jahren er-
zielt werden, daß der Generalagent jeden Monat */,, des für Ver-
zinsung und Tilgung normalerweise vorgesehenen Betrages an
die Zahlungsagenten der betreffenden Länder im Voraus trans-
feriert. Diese Summen werden solange verzinslich angelegt, bis
sie zur Verzinsung und Tilgung der Anleihe benötigt werden; die
erzielten Zinsen werden zweimal im Jahr zur Minderung der vom
Generalagenten zu transferijerenden Beträge verwendet (Erspar-
nisse, die durch Ankauf von Anleihestücken unter 105 bzw.
100 % gemacht sind, werden dagegen Zur Mehrtilgung ver-
wendet). Ferner wurden Anleihezinsen erspart, soweit die
Zahlungsagenten mit den im Voraus überwiesenen Tilgungs-
beträgen Anleihestücke auf dem freien Markt vor dem Tilgungs-
termin (15. Oktober) ankaufen konnten; diese Möglichkeit besteht
jetzt nicht mehr, da die Dawes-Anleihe in Neuyork bereits über
105 %, in Europa bereits über 100 % notiert. Andererseits tritt
eine kleine Erhöhung der Ausgaben des Generalagenten dadurch
ein, daß den Zahlungsagenten die Unkosten für die Bezahlung
der Coupons und für den Ankauf bzw. die Auslosung von Anleihe-
stücken, sowie sonstige kleinere Spesen zu ersetzen sind. Mehr-
oder Minderausgaben entstehen ferner beim Ankauf der zum
Transfer vom Generalagenten benötigten Devisen infolge von
Schwankungen der Wechselkurse.
Im zweiten Anleihejahr waren nach dem Wechselstande vom
15. Oktober 1926 planmäßig 93,51 Mill. GA aufzubringen. Tat-
zächlich hat der Generalagent 91 953 000 GA gezahlt (einschl. der
den Zahlungsagenten zu vergütenden Unkosten). Es mußte bereits
in erheblichem Maße zur Auslosung geschritten werden, da der
Ankauf auf dem freien Markt zu 105 bzw. 100 % schließlich nicht
mehr möglich war. Im dritten Anleihejahr sind fast nur noch durch
Ankäufe von Anleihestücken des italienischen Abschnitts auf dem
freien Markt unter dem Auslosungskurs Ersparnisse erzielt worden.
Der ursprüngliche Nennwert sowie der am 15. Oktober 1925,