Fünftes Kapitel.
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Nicht verwebt oder verstrickt wird, ist verdorbene Baumwolle. Die
lebendige Arbeit muß diese Dinge ergreifen, sie von den Toten
wecken, sie aus nur möglichen in wirkliche und wirkende Ge-
brauchswerte verwandeln. Vom Feuer der Arbeit beleckt, als
Leiber derselben angeeignet, zu ihren begriffs- und berufsmäßigen
“Unktionen im‘ Prozeß begeistet, werden sie zwar auch verzehrt,
aber zweckvoll, als Bildungselemente neuer Gebrauchswerte, neuer
Produkte, die fähig sind, als Lebensmittel in die individuelle Kon-
gepition oder als Produktionsmittel in neuen Arbeitsprozeß einzu-
Zehen.
Wenn also vorhandene Produkte nicht nur Resultate, sondern
Auch Existenzbedingungen des Arbeitsprozesses sind, ist anderseits
Ihr Hineinwerfen in ihn, also ihr Kontakt [ihre Berührung] mit
lebendiger Arbeit, das einzige Mittel, um diese Produkte vergangener
Arbeit als Gebrauchswerte zu erhalten und zu verwirklichen.
Die Arbeit verbraucht ihre stofflichen Elemente, ihren Gegen-
and und ihr Mittel, verspeist dieselben, und ist also Konsumtions-
Prozeß, Diese produktive Konsumtion unterscheidet sich dadurch
1°0 der individuellen Konsumtion, daß letztere die Produkte als
Lebensmittel des lebendigen Individuums, erstere sie als Lebens-
Mitte] der Arbeit, seiner sich betätigenden Arbeitskraft, verzehrt.
Das Produkt der individuellen Konsumtion ist daher der Konsument
Selbst, das Resultat der produktiven Konsumtion ein vom Kon-
Umenten unterschiedenes Produkt.
. Sofern ihr Mittel und ihr Gegenstand selbst schon Produkte
And, Verzehrt die Arbeit Produkte, um Produkte zu schaffen, oder
“Srnutzt Produkte als Produktionsmittel von Produkten. Wie der
Arbeitsprozeß aber ursprünglich nur zwischen dem Menschen und
der Ohne sein Zutun vorhandenen Erde vorgeht, dienen in ihm
Mmer Noch auch solche Produktionsmittel, die von Natur vor-
anden, keine Verbindung von Naturstoff und menschlicher Arbeit
larstellen
Der Arbeitsprozeß, wie wir ihn in seinen einfachen und ab-
Präkten Momenten dargestellt haben, ist zweckmäßige Tätigkeit zur
Herstellung von Gebrauchswerten, Aneignung des Natürlichen für
„nschliche Bedürfnisse, allgemeine Bedingung des Stoffwechsels
Fischen Mensch und Natur, ewige Naturbedingung ‚des mensch-
lichen Lebens und daher unabhängig von jeder Form dieses Lebens,
‚Slmehr allen seinen Gesellschaftsformen gleich gemeinsam. Wir
‚atten daher nicht nötig, den Arbeiter im Verhältnis zu andern
Arbeitern darzustellen. Der Mensch und seine Arbeit auf der einen,
die Natur und ihre Stoffe auf der andern Seite, genügten. So wenig
Man dem Weizen anschmeckt, wer ihn gebaut hat, so wenig sieht
nn dem Arbeitsprozeß an, unter welchen Bedingungen er vorgeht,
5 Unter der brutalen Peitsche des Sklavenaufsehers oder unter dem
“Estlichen Auge des Kapitalisten, ob Cincinnatus ihn verrichtet