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Deutschlands Auslandsanleihen.
auf die Zeichnungen ratenweise erst bis 18. Oktober 1927 zu er-
folgen hatten, lautet der erste, am 1. Januar 1928 fällige Zins-
schein nur auf 1 £ 18 sh 4 d je 100 £. Dieser Zinsschein ist den
Zwischenscheinen beigefügt, die den Zeichnern zunächst aus-
yehändigt und später gegen die Stücke umgetauscht werden.
Köln nahm bald nach der ersten Anleihe Berlins eine Anleihe
von 10 Mill. $ bei Blair & Co und der Chase Securities Corporation
auf, von der 2 Mill. $ für Holland reserviert und dort von der
Nederlandsche Handel-Maatschappij, Pierson & Co, Mendelssohn
&% Co, R. Mees & Zoonen zum gleichen Kurs aufgelegt wurden. Der
Erlös war für den Bau des neuen städtischen Hafens, die Auf-
schließung von Industriegelände, den Ausbau der Straßenbahnen
und anderer städtischer Betriebe sowie zur Rückzahlung der am
31. Dezember 1925 fälligen 2 Mill. $ Schatzanweisungen *) bestimmt.
Die Tilgung erfolgt kumulativ durch Ankauf bis zu pari oder Aus-
losung zu pari, beginnend mit 15. September 1926. Eine Aus-
losung findet nur jährlich einmal zum 15. September statt. Die
Annuität ist halbjährlich in Höhe von 414750 $ zu entrichten
‘Mitt. des Magistrats). Eine verstärkte Tilgung ist zu pari erst-
malig zum 15. März 1930 mit sechsmonatiger Voranzeige zulässig.
Für München wurde Ende August 1925 vom Harris-Kon-
zern (Harris, Forbes & Co in New York, Montreal, Boston, und
Harris Trust and Savings Bank, Chicago) eine Serienanleihe ?) in
Höhe von 8,7 Mill. $ aufgelegt. Von der Anleihe wird am 1. August
der Jahre 1926—45 je eine Serie von 435 000 $ fällig. Eine ver-
stärkte Tilgung ist zum 1. August 1930 und jedem folgenden
Zinstermin im ganzen oder teilweise mit 60tägiger Voranzeige zu
103 % zulässig. Der Erlös der Anleihe ist bestimmt für den
Ausbau und die Verbesserung der Elektrizitäts-, Gas-, Wasser-
werke, Straßenbahnen, Markthallen u. a.
Lindau hat ein 10prozentiges Darlehn von 1470000 sfr
am 9. August 1925 bei der Schweizer Bank für Kapitalanlagen,
Zürich, aufgenommen, und zwar ab 1. September 1925 auf 10 Jahre
lest, nach zwei Jahren kündbar für den Geldnehmer. Die Aus-
zahlung erfolgte mit 100 % abzüglich 1 % Provision ®).
Die 1,5 Mill.-$-Anleihe der Stadt Heidelberg wurde von
FP, J. Lisman & Co, New York, aufgelegt. Der Erlös ist für pro-
duktive Zwecke bestimmt, insbesondere Ausbau der Elektrizitäts-,
Gas- und Wasserwerke. Die Tilgung erfolgt ab 1. Januar 1927
kumulativ durch Ankauf bis zu 105 % oder Auslosung zu 105 %.
Verstärkte Tilgung ist zu 105 % zu jedem Zinstermin zulässig.
4) Auch Berlin hat vor seiner ersten Anleihe im Dezember 1924 Schatz-
arweisungen in Höhe von 3 Mill. $ untergebracht, die gleichfalls am
31. Dezember 1925 fällig wurden,
?) Emissionskurse der einzelnen Serien vgl. Anhang Tab. 2,
X Miteeteilt vom Bayerischen Staatsministerium des Innern.