Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

Kommunale Auslandsanleihen, 
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eine zusätzliche Anleihe von 8 Mill. $. Von der ersteren wurden 
23250000 $ für Europa reserviert, wovon 750 000 $ fest unter- 
gebracht und 1500000 $ in Holland durch die Nederlandsche 
Handel-Maatschappij, Mendelssohn & Co, Pierson & Co, R. Mees 
& Zoonen aufgelegt wurden. Von der zweiten Anleihe wurden 
1250000 $ für Europa reserviert, wovon 450 000 $ fest unter- 
gebracht und 800 000 $ durch dieselben Banken in Holland auf- 
gelegt wurden. Die Laufzeit beider Anleihen ist die gleiche, 
ebenso die Tilgung, die in kumulativer. Weise mit dem 1. Februar 
1928 beginnt. Die Einzahlungen erfolgen am vorhergehenden 
15. November jedes Jahres und sind zunächst zum Ankauf bis zu 
pari zu verwenden; soweit dies nicht möglich ist, erfolgt eine Aus- 
losung zu pari zum 1. Februar jedes Jahres. Statt Barzahlungen 
können auch Anleihestücke in den Tilgungsfonds geliefert 
werden. Eine vorzeitige Kündigung ist zum 1. Februar 1931 und 
jeden folgenden Zinstermin mit sechswöchiger Voranzeige 
zulässig, und zwar bis 1. August 1935 einschließlich zu 
102 %, dann zu pari. Der Erlös der Anleihen ist für den Neubau 
und Ausbau von Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerken und 
anderen produktiven Betrieben bestimmt. Die Anleihen sind eine 
unmittelbare Schuld des Deutschen Sparkassen- und Giro- 
verbandes, für dessen Verbindlichkeiten die 13 Bezirksverbände 
und die beiden Landesbanken der Provinzen Rheinland und West- 
falen sowie letzten Endes die ihnen zugehörigen 2500 Gemeinde- 
verbände haften 1). Außerdem waren als Sicherheit die Schuld- 
verschreibungen zu deponieren, die von den an den Anleihen be- 
teiligten Gemeindeverbänden in Höhe ihrer Beteiligung aus- 
zustellen waren. An der ersten Anleihe sollten etwa 120 Ge- 
meindeverbände beteiligt werden, von denen zur Zeit der Auf- 
legung bereits 89 die Genehmigung der Beratungsstelle erhalten 
hatten, an der zweiten 188, die zur Zeit der Auflegung diese Ge- 
nehmigung bereits alle hatten. An der zweiten Anleihe waren 
u. a. auch Zweckverbände beteiligt, nämlich Elektrizitätsverband 
Gröba, Wasserversorgungsverband Talsperre Muldenberg, Heim- 
bachkraftwerk, Überlandwerk Hohenlohe-Öhringen, Verbands- 
gaswerk Siegmar und Umgebung, Überlandwerk Teinach Station, 
Ferngaswerk Annaberg, Überlandwerk Tuttlingen, Überlandwerk 
Aistaig, Gasversorgung Erzgebirge-West, Gasfernversorgungs- 
verband Engelsdorf-Mölkau. Ferner waren (namentlich an der 
zweiten Anleihe) eine Reihe von Kreisverbänden beteiligt. 
Die Mitglieder der beiden zum Sparkassen- und Giroverband 
zugehörigen Landesbanken der Rheinprovinz und der Provinz 
a 1) Im Prospekt der ersten Anleihe wird die Zahl der Bezirksverbände 
irrtümlicherweise mit 15, die Zahl der Gemeindeverbände mit 3000 ange- 
geben, da die beiden Landesbanken und ihre 500 Mitglieder doppelt ge- 
zählt sind.
	        
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