Auslandsanleihen von Elektrizitätswerken, 47
der Hälfte des Kapitals am Fernheizwerk Hamburg G. m. b. H. und
an der Stromversorgung Wilhelmsburg G. m. b. H. beteiligt. Sie
betreibt fünf Kraftwerke. Beide Anleihen dienten zur Beschaffung
von Mitteln für die Erweiterung der Stromerzeugungs- und Strom-
verteilungsanlagen der Gesellschaft, vor allem für die Fertig-
stellung des neuen Kraftwerks Neuhof. Beide Anleihen sind nicht
hypothekarisch sichergestellt, die Gesellschaft haftet indessen mit
ihrem gesamten Vermögen für Kapital und Zinsen und hat sich
verpflichtet, keinen anderen Anleihen, die sie späterhin aufnimmt,
den Vorrang vor diesen Anleihen zu geben.
Von der ersten Anleihe der Hamburgischen Elektrizitätswerke
werden ab 1. November 1926 halbjährlich 100 000 $ getilgt; 19835
ist der Rest mit 2,3 Mill. $ fällig. Die Tilgung erfolgt durch An-
kauf oder Auslosung. Ab 1. November 1930 kann der ausstehende
Anleihebetrag im ganzen zu jedem Zinstermin mit 60tägiger Vor-
anzeige zu 103 % gekündigt werden. Die Tilgung der im Oktober
1926 aufgelegten Inlandsanleihe, von der 1625 000 M in Holland
placiert sind, erfolgt kumulativ und nur durch Auslosung zu parl,
die von 1928 ab in den ersten Tagen des Oktober zum folgenden
2, Januar stattfindet. Auch eine verstärkte Tilgung oder Rück-
zahlung kann nur zum 2. Januar erfolgen, erstmalig zum 2. Januar
1932. Ein Ankauf von Anleihestücken ist ausgeschlossen.
Das Versorgungsgebiet der Rheinisch-Westfäli-
schen Elektrizitätswerk A.-G., die im November 1925
eine 10-Mill-$-Anleihe in Neuyork, Schweden und Holland zur
Auflegung brachte, erstreckt sich von der niederländischen Grenze
bis in die Provinz Westfalen im Osten und bis an die Ahr im
Süden; vor allem umfaßt es das Ruhrgebiet. Die Kraftwerke be-
finden sich in der Nähe eigener Kohlenbergwerke der Gesellschaft,
deren Förderung (teils Steinkohle, teils Braunkohle) zur Strom-
erzeugung verwendet wird. Ihr bedeutendstes Kraftwerk ist das
Goldenberg-Kraftwerk. Die Anleihe wurde aufgenommen zum
Zwecke der Herstellung von Hochspannungsleitungen zwischen
dem Ruhrgebiet und den süddeutschen Wasserkraftwerken sowie
zur Erweiterung der Stromerzeugungs- und Verteilungsanlagen
der Gesellschaft. Sie ist gesichert durch eine Hypothek auf den
gesamten Besitz der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften
einschließlich der Kohlenbergwerke.
Die Tilgung der Anleihe erfolgt in ziemlich unregelmäßiger
Weise. In den beiden Jahren 1926 und 1927 werden je 400 000 $
getilgt, in den Jahren 1928 bis 1931 dagegen nur je 200 000 $.
Dann steigt der Tilgungsbetrag wieder auf 300 000 $ für 1932
bis 1985, 400 000 $ für 1936 bis 1942, 500 000 $ für 1943 bis 1946
und 600000 $ für 1947 bis 1950. Die Einzahlungen der Gesell-
schaft haben in halbjährlichen Raten am 1. März und 1. September,
also zwei Monate vorher zu erfolgen, und zwar in bar oder in An-