Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

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Deutschlands Auslandsanleihen, 
;rages oder eines Teilbetrags kann zu jedem Zinstermin ıit 
30tägiger Voranzeige erfolgen, bis zum 1. Dezember 1981 aber nur 
mit einem Aufschlag von 2% %. 
Die Vereinigten Elektrizitätswerke West- 
falen G. m. b. H., die im November 1925 eine Anleihe von 
7,5 Mill. $ aufnahm, versorgt die Industriegebiete an der Ems, 
Lippe und Ruhr; sie betreibt vier große Kraftwerke, außerdem 
sin Wasserkraftwerk, das sie bis 1948 vom Ruhrtalsperre-Verein 
gepachtet hat. Die Anleihe ist in erster Linie für die Erweiterung 
der Stromerzeugungs- und Verteilungsanlagen bestimmt, zu einem 
kleineren Teil auch für die Erweiterung der Gasverteilungs- 
anlagen der Gesellschaft. Sie ist durch eine erste Hypothek auf 
lie wichtigsten Besitztümer gesichert, vor allem auf die vier Kraft- 
werke. Die Tilgung der Anleihe erfolgi.in kumulativer Weise, be- 
yinnend mit dem 1. August 1931; statt Barsummen kann die Gesell- 
schaft Obligationen in den Tilgungsfonds einreichen. Eine vor- 
zeitige Kündigung der ganzen Anleihe oder eines Teils ist zu pari 
zu jedem Zinstermin mit 60tägiger Voranzeige zulässig, 
Eine kumulativ zu tilgende Anleihe ist auch die 4-Mill.-$-An- 
leihe des Bezirksvyerbaäandes oberschwäbischer 
Elektrizıitätswerke, die Mitte Januar 1926 in Neuyork 
zum Zweck des Baues von zwei neuen Wasserkraftanlagen und 
verschiedenen Unterstationen sowie zur Erweiterung der vorhan- 
denen Anlagen aufgenommen wurde. Für die Anleihe dieses im 
Jahre 1914 gegründeten Zweckverbandes haften 15 württem- 
bergische Kreise, außerdem ist für sie eine erste Hypothek auf die 
Kraftanlagen einschließlich der beiden neuen und einige andere 
Liegenschaften des Verbandes bestellt. Das Versorgungsgebiet 
erstreckt sich über diese 15 Kreise und außerdem über angrenzen- 
des preußisches Gebiet. In Betrieb waren zur Zeit der Anleihe- 
aufnahmen zwei große Wasserkraftwerke an der Iller, eine Dampf- 
kraftanlage in Ulm und verschiedene kleinere Anlagen im Donau- 
tal und anderwärts. Eine vorzeitige Kündigung der Anleihe kann 
für die ganze Anleihe oder einen Teil ab 15. Januar 1931 zu 
102 %, ab 15. Januar 1936 zu 101 %, ab 15. Januar 1941 zu 
LO0 % bei 30tägiger Voranzeige stattfinden. 
Die im Jahre 1917 gegründete Elektrizitätswerke 
Sachsen-Anhalt A.-G. nahm Ende Januar 1926 eine An- 
leihe von 1 Mill. $ auf, die in vier Serien halbjährlich fällig wird 
(coupon notes), und zwar zum Zwecke der Rückzahlung von Dar- 
lehen und zu Betriebserweiterungen, Die Anleihe ist nicht hypo- 
thekarisch gesichert, die Gesellschaft hat sich aber verpflichtet, ihr 
Eigentum und das Eigentum ihrer Tochtergesellschaft nicht mit 
Schulden zu belasten, die der Anleihe im Range vorgehen. Außer- 
dem ist die Anleihe garantiert durch die Continental Gasgesell- 
schaft in Dessau, die bedeutendste Gasresellschaft des Kontinents
	        
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