Full text : Deutschlands Auslandsanleihen

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Deutschlands Auslandsanleihen.

tungen des Konzerns. Die Verzinsung richtet sich nach dem eingezahlten
 Nominalbetrag, läuft also vollständig erst vom 1. September
 1929 ab, falls die Gesellschaft die zweite Hälfte nicht
vorher eingefordert hat.
Die Schuldverschreibungen sind mit Gewinnbeteiligungsscheinen
 (warrants for contingent additional interest) versehen,
die bis 1938 einschließlich laufen. Der Inhaber jeder 1000-$-Obligyation
 erhält darauf für jedes Prozent, das der Konzern über
7 % hinaus an Dividende im vorhergehenden Geschäftsjahr gezahlt
 hat, 3% $ (für einen Bruchteil des Prozentsatzes einen entsprechenden
 Bruchteil). Den Zertifikatsinhabern wird bereits der
volle Betrag dieser Gewinnbeteiligung ausgezahlt.
Für die Anleihe ist keine besondere Sicherheit bestellt, doch
hat sich der Konzern verpflichtet, seinen Besitz während der
Dauer der Anleihe nicht weiter zu belasten, abgesehen von
3 Mill. $, deren zusätzliche Ausgabe sich der Konzern vorbehalten
hat. Beginnend mit 1. März 1927 sollen halbjährlich 14% % durch
Ankauf bis zu 100 % (einschließlich der nicht verfallenen Gewinnbeteiligungsscheine)
 getilgt werden; da die Anleihe infolge
der Gewinnbeteiligungsscheine beträchtlich über pari steht, kommt
praktisch bis 1936 eine Tilgung kaum in Betracht. Eine vorzeitige
 Kündigung kann mit 30tägiger Voranzeige bis 1. September
 1936 zu 110 %, dann zu 102 % zu jedem Zinstermin erfolgen,
sei es des ganzen ausstehenden Betrags oder eines Teils.
Die Osram G. m. b. H. Kommanditgesellschaft nahm im
Dezember 1925 eine 7 % Anleihe von 5 Mill. $ auf, von denen
2 Mill. in Holland aufgelegt und 1 Mill. fest übernommen, 1 Mill.
in Schweden aufgelegt und 1 Mill. in der Schweiz fest untergebracht
 wurden; Neuyork ist also nicht beteiligt gewesen. Kapital
 und Zinsen sind durch die A.E.G. und durch Siemens &
Halske garantiert. Außerdem ist die Anleihe hypothekarisch gesichert.
 Die Tilgung erfolgt zu pari kumulativ durch Jahresraten,
die zum 1. Dezember einzuzahlen sind. Die Gesellschaft hat das
Recht, ab 1. Dezember 1928 mit dreimonatiger Voranzeige den
ausstehenden Betrag mit 103 % im ganzen zu kündigen. Die
Kommanditgesellschaft wurde im Jahre 1918 hauptsächlich
zwecks Übernahme der Glühlampenfabriken der Auergesellschaft,
der A.E.G. und der Siemens & Halske A.-G. gegründet; diese
Arei Gesellschaften sind die Kommanditisten der Osram 6. m. b. H.
Von der 6 % Anleihe der Elektrizitäts-Actien-Gesellschaft
 vorm. W. Lahmeyer & Co, Frankfurt a. M., in
Höhe von 15 Mill. sfr wurden in der Schweiz ab 22. September
7,5 Mill. freihändig zu 96 % verkauft, 6 Mill. in Holland am
3. Oktober zu 93 % aufgelegt und 1,5 Mill. von dem holländischen
Konsortium außerhalb Hollands fest untergebracht. Die Gesellschaft
 wurde 1892 errichtet. Ihr Zweck ist jede Art gewerblicher
            
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