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Deutschlands Auslandsanleihen.
vorzeitige Kündigung ist zulässig vom 15. November 1929 bis
15. Mai 1981 einschließlich zu 110%, bis 15. Mai 1934 zu 108%,
bis 15. Mai 1936 zu 102%, dann zu pari.
Die Deutsche Linoleum-Werke A.-G., im Jahre
1926 durch Zusammenschluß der Germania Linoleumwerke A.-G.,
Bietigheim, der Delmenhorster Linoleumfabrik (Anker-Marke), den
Deutschen Linoleumwerken Hansa, der Linoleumfabrik Maximiliansau,
den Bremer Linoleumwerken Delmenhorst (Schlüsselmarke)
entstanden, hat von einer 10-Mill.-A-Anleihe einen Teilbetrag
von 2,5 Mill. 4 am 22, Dezember 1926 in Holland auflegen
lassen. Von der Anleihe werden durch Auslosung zu pari ab
1. Januar 1932 jährlich 666 000 M getilgt, im letzten Jahre 1946
der Rest von 676 000 A; auf den in Holland begebenen Teil entfallen
demnach 166 500 M jährlich bzw. 169 000 A im Jahre 1946.
Verstärkte oder gesamte Tilgung kann ab 1. Januar 1932 mit
sechsmonatiger Voranzeige zu jedem Zinstermin stattfinden. Der
Erlös diente zur Ablösung schwebender Verbindlichkeiten und Erhöhung
des Betriebskapitals.
Die Gewerkschaft Victor Stickstoffwerke in
Rauxel, Westfalen, nahm mit Bürgschaft der Kali-Industrie A.-G.
in Berlin und der Klöckner-Werke in Berlin eine 6% % Anleihe
von 8 Mill. hfl auf, die am 18. Oktober 1927 zu 96% aufgelegt
wurde. Auf den Namen von Hope & Co, Amsterdam, als Treuhänder
wurde außerdem eine erste Hypothek auf den Grundbesitz
und die bestehenden bzw. zu errichtenden Fabrikeinrichtungen der
Gesellschaft eingetragen. Die Tilgung erfolgt durch 15 Annuitäten
ab 1. November 1983, sei es durch Ankauf bis zu pari, sei es durch
Auslosung. Ab 1. November 1932 ist zu jedem Zinstermin mit
zweimonatiger Voranzeige eine Kündigung im ganzen vorbehalten.
Der Betrieb der Gewerkschaft ruhte seit 1923, als die Klöckner-Werke
ihre Kohlenzechen übernahmen. Sie hat nunmehr den
Bau eines Stickstoffwerkes begonnen, das im Jahre 1928 fertiggestellt
sein soll; das Werk wird die Gase der in der Nähe gelegenen
Koksöfen der Klöckner-Werke verwerten. Die Tagesproduktion
soll zunächst mindestens 40 t Ammoniak = 33 t Stickstoff
betragen. Die Kuxe der Gewerkschaft befinden sich je zur
Hälfte in Händen der Kali-Industrie A.-G. und der Klöckner-Werke.
In der Tab. 11 ist zwecks Berechnung der Kosten der industriellen
Auslandsanleihen der Emissionskurswert den Verzinsungsund
Tilgungsbeträgen gegenübergestellt. Von dem Emissionskurswert
sind noch mindestens 5 % für Bankprovisionen usw. in
Abzug zu bringen. Einem Erlös von rund 1320 Mill. 4 bis Ende
September 1927 1!) steht demnach ein Betrag für Tilgung und Ver-1)
Einschließlich der wohl größtenteils bis dahin noch nicht eingezählten
zweiten Hälfte der Siemens-Anleihe, An der Neuyorker Börse werden
hereits voll eingezahlte Stücke besonders notiert. In der Tabelle 11 ist für