Object : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Die  Betriebsbuchführung.

das  Datum  angegeben,  welches  auf  der  Arbeitsbegleitkarte  hierfür  festgesetzt ­
  wurde,  im  angeführten  Beispiel  also  der  5.  April.
Wie  im  Maschinenbau,  so  besteht  auch  im  Werkzeugbau  eine  Ablieferungsstelle ­
  für  Materialien,  wohin  die  liefernden  Werkstätten  und  Lager
die  Materialien  zu  schicken  haben.  An  dieser  Stelle  werden  die  Arbeitsbegleitkarten ­
  zu  dem  Material  gelegt  und  bei  Beginn  der  Bearbeitung
des  Materials  mit  in  die  Werkstatt  gegeben.  Für  die  Materiallieferung  an
den  Werkzeugbau  kommen  meist  nur  das  Stahllager  und  die  Schmiede  in
Betracht.  Die  Bestellungen  erfolgen  lt.  Formular  37  und  38  in  zweifacher ­
  Ausführung.

Die  Kontrolle  der  Liefertermine.
Im  Interesse  der  Ordnung  und  um  für  solche  Werkzeuge,  die  im  Lager
nicht  vorhanden  sein  sollten,  bei  Anfrage  und  Bestellungen  der  Kundschaft
Liefertermine  abgeben  zu  können,  wird  über  die  Einhaltung  der  Liefertermine ­
  in  der  Werkstatt  laufend  Kontrolle  geführt.  Mit  dieser  Kontrolle
ist  ein  Beamter  im  Betriebsbureau  betraut,  für  welchen  die  Formulare  60
und  61  bestimmt  sind.  Die  ersteren  Formulare  befinden  sich  in  einem
Kasten  in  katalogmäßiger  Reihenfolge,  während  die  letzteren  in  einem
anderen  Kasten  nach  Lieferdaten  geordnet  sind.  Die  im  Beispiel  angeführte
Karte  würde  also  unter  dem  5.  April  abgelegt  sein,  d.  i.  dem  Datum,  an
welchem  das  Material  geliefert  werden  soll.  Der  die  Kontrolle  führende
Beamte  erhält  bei  Anlieferung  der  Materiahen  die  Lieferscheine  resp.
Duplikatbestellungen  zwecks  Vermerkung  auf  beiden  Karten  seiner  Kartothek, ­
  welche  in  der  Weise  geschieht,  daß  er  das  Datum  durchstreicht.
Gleichzeitig  wird  die  Datumkarte  (Form.  61)  unter  dem  nächsten  Datum
(10.  Mai)  abgelegt.  Die  Karte  Form.  60  bleibt  dagegen  bis  zur  Fertigstellung ­
  der  Werkzeuge  an  demselben  Platz  stehen.  Ist  nun  der  10.  Mai
herangekommen,  so  nimmt  der  Kontrollbeamte  die  Karte  Form.  61  aus
dem  Kasten  heraus  und  geht  zum  betreffenden  Meister,  um  sich  zu  erkundigen, ­
  ob  die  Lieferung  erfolgt  ist,  resp.  um  das  Datum  der  Lieferung
zu  erfahren.  Damit  der  Meister  zwecks  Einhaltung  der  ihm  vorgeschriebenen
Liefertermine  rechtzeitig  die  richtigen  Dispositionen  treffen  kann,  wird  für
ihn  außer  seinem  Orderbuch  noch  die  Karte  lt.  Formular  62  ausgefertigt.
Diese  Karten  werden  nach  den  Lieferdaten  in  seiner  Kartothek  abgelegt, ­
  so  daß  die  Karten  sämtlicher  an  demselben  Tage  zu  liefernden  Werkzeuge ­
  hintereinander  stehen.
Der  Meister  ist  verpflichtet,  bei  früherer  Lieferung,  als  vorgesehen,
dem  Kontrollbeamten  Mitteilung  zu  machen,  indem  er  demselben  seine
Karte  (Form.  62)  mit  dem  geänderten  Datum  zustellt.  Muß  das  Lieferdatum ­
  dagegen  aus  irgend  einem  Grunde  hinausgeschoben  werden,  so  verschieben ­
  sich  natürlich  alle  folgenden  Daten,  welche  der  Kontrollbeamte
auf  den  Arbeitsbegleitkarten,  der  Meisterkarte  und  in  seiner  Kartothek
dementsprechend  zu  ändern  hat.  Dasselbe  hat  auch  zu  geschehen,  wenn
der  Liefertermin  früher  gelegt  worden  ist.
            
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