Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Die  Betriebsbachführung.

Die  Selbstkostenberechnung.
Für  die  Nachweisung  der  Selbstkosten  ist  das  bereits  erwähnte  Formular ­
  64  bestimmt.  Hierauf  werden  die  Beträge  der  Materialbestellzettel, ­
  welche  mit  ausgefüllten  Preisen  an  das  Lohnbureau  zurückkommen,
übertragen,  desgleichen  auch  die  Beträge  der  Entnahmescheine  für  Normalien ­
  und  der  Bestellzettel  an  die  Härterei.  Die  Eintragung  der  Löhne
erfolgt  laut  der  Akkordscheine  und  Wochenzettel.
Der  Zuschlag  für  Betriebsunkosten  geschieht  prozentual  auf  die  produktiven ­
  Löhne  und  ist  in  den  einzelnen  Unterabteilungen  teilweise  ein
verschieden  hoher.
Für  die  Berechnung  der  Betriebsunkosten  ist  ebenfalls  die  Unkostenstatistik ­
  (Form.  53)  bestimmt.  Die  Abteilungsunkosten  werden  für  folgende
Unterabteilungen  in  derselben  Weise  wie  im  Maschinenbau  ermittelt:
1.  Dreherei.
2.  Automatische-  und  Bevolverdreherei.
3.  Fräserei.
4.  Rundschleiferei.
5.  Plan-  und  Scharfschleiferei.
6.  Spannfutterabteilung.
7.  Schneideeisenabteilung.
8.  Gewindebohrerabteilung.
9.  Lehrenabteilung.
10.  Poliererei.
11.  Stempelei  und  Graviererei.
Der  Prozentsatz  für  Abteilungskosten  zuzüglich  desjenigen  für  gemeinschaftliche ­
  und  allgemeine  Unkosten  ergibt  also  den  Zuschlag  für  Betriebsunkosten ­
  für  die  einzelnen  Werkzeugsorten.
Die  Selbstkosten  werden,  wie  bereits  erwähnt,  dem  Werkzeuglager
(Bestände-Konto  4)  in  Rechnung  gestellt,  und  zwar  auf  Sammellisten
(Form.  51)  getrennt  nach  Beträgen  für  Material,  Härtekosten,  Löhne
und  Betriebsunkosten.  Der  sich  aus  dieser  Rechnung  ergebende  Selbstkostenbetrag ­
  für  ein  Stück  wird  auf  dem  Selbstkostennachweisformular  64
eingetragen  und  gleichzeitig  kontrolliert,  ob  die  nach  bestimmten  Grundsätzen ­
  ausgerechneten  „zulässigen  Selbstkosten“  nicht  etwa  überschritten
worden  sind.  Bei  der  nächsten  Selbstkostennachweisung  werden  die  Beträge ­
  neben  die  vorhergehenden  geschrieben  und  so  die  Schwankungen
der  Selbstkosten  fortlaufend  kontrolliert.  Ergeben  sich  hierbei  größere
Differenzen,  so  wird  natürlich  die  Ursache  ermittelt.
Um  die  Höhe  der  Selbstkosten  dem  Abteilungschef  zur  Kenntnis
zu  bringen,  ist  eine  Kartothek  eingerichtet,  die  für  jeden  Werkzeugtyp
eine  Karte  (Form.  65)  enthält.  Auf  dieser  Karte  sind  ebenfalls  die  zulässigen ­
  Selbstkosten  vermerkt,  so  daß  ein  Vergleich  zwischen  diesen  und
den  tatsächlichen  Selbstkosten  stattfinden  kann.  Die  Angabe  des  Umsatzes ­
  in  den  einzelnen  Jahren  dient  zur  Disposition  bei  Bestellungen  und
eventueller  Anfertigung  von  Fabrikationseinrichtungen.
            
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