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Die höheren Ziffern von 1928 dürften einerseits wohl auf eine schärfere Erfassung der Per-
sonalkräfte aller Gebietskörperschaften u. a. auch an den Kunstinstituten der Gemeinden
zurückzuführen sein, sodann bei den Ländern zum Teil auf der Neueinstellung von Kräften
infolge der Ausführung der Aufwertungsgesetze beruhen.
Insgesamt ist in der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich gegenüber dem 31. März
1927 eine Zunahme um 3,3 vH der Beamten und Angestellten festzustellen. Diese Zunahme
verteilt sich mit 5 445 (0,7 vH der. Zahl der Beamten am 31. März 1927) auf Beamte und 24 346
(16,2 vH der Zahl der Angestellten am 31. März 1927) auf Angestellte. Die Zunahme an Be-
amten ist relativ am stärksten bei den Gemeindeverbänden und beim Reich, während sie bei
den übrigen Gebietskörperschaften, mit Ausnahme der Hansestädte, wo sogar eine Vermin-
derung erfolgte, nicht sehr erheblich ist. Die Zahl der Angestellten blieb im Reiche bei leichter
Verminderung nahezu konstant; die stärkste Zunahme ist bei den Ländern erfolgt, doch haben
auch Gemeinden, Gemeindeverbände und Hansestädte eine erhebliche Zunahme von Ange-
stellten aufzuweisen.
Auf die Anteile der Beamten und Angestellten am Gesamtpersonalstand der Gebietskörper-
schaften des Deutschen Reichs wirkt sich die stärkere Vermehrung der Zahl derAugestellten
im Vergleich zum 31. März 1927 in einer Verminderung des Anteiles der Beamten von 2,1vH
aus, Nur im Reich hat sich der Anteil der Beamten um ein geringes gesteigert. In den übrigen
Gebietskörperschaften verminderte sich der Anteil der Beamten; am stärksten erfolgte diese
Den erg bei den Ländern um 3,1 vH. Der Anteil der Angestellten hat sich entsprechend
arhöht.
Übersicht 5 gibt einen Überblick über den Personalstand der einzelnen Gebietskörperschaften
nach Verwaltungszweigen. In der nachfolgenden Aufstellung wird diese Übersicht durch die
Wiedergabe der vH-Anteile der Gebietskörperschaften an den einzelnen Verwaltungszweigen
ergänzt. Gleichzeitig gibt diese Aufstellung den vH-Anteil der einzelnen Verwaltungszweige
an der Gesamtzahl der Beamten und Angestellten wieder.
Verwaltungszweig
{. Allgemeine Verwaltung ........ |
IL. Staats- und Rechtssicherheit ...
MM. Bildungswesen. .......0000.000 |
"V. Einrichtungen (Anstalten u. dgl.) |
d,Wohlfahrts- u. Gesundheitswes.
V. Wirtschaft und Verkehr .......!
VI. Besondere Anstalten u. Einrichtg.
VIL Sonstige Verwaltungen u.Behörden
IM, Finanz-, Steuer- und Schulden-
VOTWAlbUNg vr er ern eek nnn
IX. Kriegslasten...........00.00000
Insgesamt .... |
Außordem Militärpersonen ...........
Reich
Länder
Ge-
meinden
9,4
4,2
32 1
31,7
79,8
38,3
42,4
9,2
57,5
— 8,6 50,9
6,7 34,9 30,3
= 9 = 91,0
1,2 12,2 57,1
70,4 14,0 12,6
00 — 7
13,1 ] 40,9 | 35,3
100
Jemeinde- ‘
verbände '
14,9
0,7
06 |
33,4
21,7
0,3
Hanse-
städte
1,6
6,1
3,4
71
6.4
a
Zu
am mean
00
100
100
100
100
100
100
AA
Anteil d. ein-
zelnen Ver-
waltungs-
zweige an der
Gesamtzahl
ler Beamten
a.Angestellten
8,8
26,8
31,6
7,5
5,5
1,9
3,6
3,3
18
100
Größere Veränderungen in den vH-Anteilen der einzelnen Verwaltungszweige sind im Ver-
zleich mit 1926 nicht zu verzeichnen. Lediglich die Aufführung der Katasterverwaltung
ler Länder beim Verwaltungszweig VIII (Finanz-, Steuer- und Schuldenverwaltung) anstatt
m Verw.-Zw. I (Allgemeine Verwaltung) bewirkte eine Abnahme des vH-Anteils der Länder
del der Allgemeinen Verwaltung.
Beachtlich ist die erstmalige Ausgliederung der Gemeinden und Gemeindeverbände, Letz-
tere sind mit 33,4 vH an der Gesamtzahl der Personalkrälte der Einrichtungen (Anstalten
1. del.) des Wohlfahrts- und Gesundheitswesens beteiligt. Einen erheblichen Anteil haben
die Gemeindeverbände weiterhin mit rund 20vH der Beamten und Angestellten in den Verwal-
tüngszweigen Wirtschaft und Verkehr (hier vor allem durch den Straßenbau) und in den son-
tigen Verwaltungszweigen (hier vor allem durch die Wohlfahrtsverwaltung).