Object: Lexikon der Handelsgeographie

Länder 
QMci. 
leu 
Bevölke 
rung 
Ägypten (mit Nebenländern) 
Tripolis (mit Fez,an n. Barka) 
Tunis 
Marokko (mit Tuat) . . . 
Französisches Gebiet: 
Algerien 
Senegambien 
An der Küste v. Madagaskar 
Reunion 
Britisches Gebiet: 
In Südafrika 
Westafrika und Goldküste 
St. Helena und Ascension 
Mauritius 
Rodríguez, Seychellen rc. 
Portugiesische-Gcbiet: 
In Senegainbien . . . 
In Niederguinca . . . 
In Sofala und Mosambik 
Madeira 
Kapverdische Inseln . . 
São Thome' und Principe 
SpanischeBesitzungen: 
Presidios in Marokko. . 
Kanarische Inseln . . . 
Fernando Po, Annobom rc. 
Italie nischeBesihung: 
Assab 
Oranjefluß - Freistaat 
Madagaskar .... 
Das Hauptgebiet Afrikas 
und übrige Inseln. . . 
54246 
18767 
2113 
14753 
5781 
? 
12 
36 
17587 
759 
4 
35 
16 
1.2 
14700 
18000 
15 
70 
20 
? 
138 
38 
0,3 
2025 
10751 
420000 
17420000 
1010000 
2100000 
6370000 
2867626 
138182 
23989 
182130 
1966000 
513347 
6268 
357339 
13400 
9282 
2000000 
300000 
132221 
90704 
20931 
12179 
280388 
35000 
? 
75000 
2500000 
169000000 
Die Produkte des Erdteils sind sehr 
mannigfaltig. Von denen, welche am 
meisten in den Handel gelangen, sind zu 
nennen : Salz für den Binnenhandel, nach 
ihm für einen großen Teil die Gurunüsse 
(Timbuktu ist der Hauptstapelplatz für 
beide); für die Auöfllhr allS N.: Glnnmi 
und Soda, von den Küsten: Färb- nnd 
Tischlerhölzer ltitb Palmöl, aus dem In 
nern: Elfenbein unb Wachs, Straußen 
federn aus dem Kapland und dem Norden, 
Diamanten aus dem Kapland. Wo der 
Europäer herrscht oder Einfluß gewonnen 
hat (iil Algerien, Ägypten, im Kapland), 
werden Getreide, Baumwolle und Wolle 
erzeugt; Kaffee kommt ans dem Sudán, 
solchen von vorzüglicher Qualität beginnt 
man an der Westküste zil bauen, und das 
Halfa(Espartogras)deS Nordens wird als 
HandelSpflanze immer bedeutender. Am 
umfangreichsten wird aber iinnrer noch der 
Sklavenhandel betrieben. Der Wert des 
gesamten Außenhandels wird 1878 in 
Einfuhr auf 560, Ausfuhr auf 668 Mill. 
Mk. berechnet. Der Handel bildet über 
haupt die Hauptqnelle der Einnahme der 
Häuptlinge; überall wird Zoll (Brücken 
zoll im Innern Congos) erhoben, sei eö 
iil Waren oder in Sklaven, und an den 
östlichen Küsten auch in Geld. Der Han 
del folgt im Innern bestimmten Han 
delsstraßen. Giwße Kamelkarawanen 
ziehen von Ägypten, Tripolis, Südalgc- 
rien, Marokko nach S., wo Kano und Tim 
buktu Haupteinporien des Handels sind, 
nach deneil auch von der Küste Oberguineaö 
Straßenzüge gehen. Die östliche Straße 
ins Innere geht von Ägypten durch die 
westlichen Oasen nach Dar Fur und von da 
ostwärts über Wadar nach Bornu. Eine 
zweite Straße führt aus Ägypten über 
Borgu nach Wadar. Am wichtigsten sind 
die Straßenzüge, welche von Tripolis aus 
gehen: südwärts die zwei Straßen nach 
Mursuk, südwestlich die nach Gadames. 
In Südalgerien gehen die Routen von 
Tuggurt und Gardina im Lande der Beni 
Mzab (Mosabiten) über Tuat nach Tim 
buktu; ebendahin führen die Straßen von 
Tafilet in Südmarokko und die von Aga 
dir über Waran. Andre Straßen führen 
von W. nach O., auf denen die Pilger 
nach Mekka ziehen, so von Senegambien 
über Timbuktu durch die Wüste, Bornu, 
Wadai, Dar Fur nach Sauakin. Die 
Moslems des Nordens ziehen über Siwah 
nach Suez. Weiter nach S., wo die Tsetse 
fliege dem Bich verderblich wird, ist der 
Mensch überall Träger der Lasten; ganz 
im S. aber ist der schwerfällige Ochsen- 
karren das Beförderungsmittel. Vom 
Congo allS gehen die Karawanen der ein 
heimischen Pombeiro ins Innere, von 
Sansibar aus die der Araber und der ein 
heimischen Wanjamuesi. An den Küsten 
finden sich Kaufleute aller europäischen 
Nationen zerstreut, an der Ostküste selbst 
indische Banianen. Die Gesamtsumme 
aller Produkte, die A. in den Welthandel 
bringt, schätzt man auf 668 Mill. Mk.
	        
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