fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

216 
Es sind vom 3. April bis zum 30. Juni 87 Tage 
„ 20. April „ „ 30. Juni 70 
„ 25. Mai „ .. 30. Juni 85 „ 
„ 20. Juni „ „ 30. Juni 10 „ usw. 
Erwähnt sei hierbei noch, daß der Verfalltag häufig nicht identisch mit 
dem Tage ist, an dem die Buchung des Postens erfolgt. Akzeptiert ein 
Bankier sBeispiel S. 214) am 30. Mai eine auf ihn von dem Kunden 
gezogene Tratte, die am 20. Juni fällig ist, so erfolgt die Belastung natür 
lich erst per Verfall s20. Juni), bzw. für 1 oder 2 Tage früher. 
Zahlungen, Sendungen und Giroüberweisungen werden dem Kunden in 
der Regel erst per nächsten Werktag gutgeschrieben sv a l u t i e r t), dagegen 
Schecks oft „Wert Ausstellungstag" belastet, auch wenn sie erst einige Tage 
später zur Auszahlung gelangen. 
Der Provisionssatz wird bei Eröffnung des Kvntokorrentver- 
kehrs zwischen dem Bankier und dem Kunden vereinbart. Provisions- 
f r e i sind reine Depositen-, Scheck- und Girokonten, provisions p s l i ch - 
t i g Kontokorrentkonten meist auch dann, wenn sie dauernd Kreditsalden 
aufweisen. Bei solchen Konten und bei Konten, die bald ein Guthaben, 
bald ein Debet aufweisen, wird oft eine Umsatz Provision (V 6 — 1 / 10 ) von 
der größeren Seite berechnet, wobei Posten, auf die bereits Provision ge 
rechnet worden ist, wie z. B. auf Effektengeschäfte, mitunter „franco“ ge 
stellt werden, d. h. provisionsfrei bleiben. 
Für die Kreditgewährung wird neben der Umsatzprovision vielfach eine 
Vorschuß Provision — vom Durchschnittssaldo st oder vom höchsten 
Debetsaldo im Quartal bzw. Monat berechnet — in Ansatz gebracht. Zur 
zeit sJuli 1927) rechnen die Banken meist eiue Provision von 1 / 6 °/ 0 pro 
Monat vom höchsten Debetsaldo. 
Bei B l a n k o krediten wird oft ein Minimalumsatz vereinbart: der 
gewährte (mitunter aber auch nur der in Anspruch genommene) Kredit muß 
im Vierteljahr mindestens 2 oder noch mehrere Male umgesetzt werden, 
bzw. für diesen vereinbarten Mindestumsatz wird Umsatzprovision in An 
st Der Durchschnittssaldo wird auf Grund der Zinszahlen berechnet. 
*•*—"-*■ «I»- 27000 *>"“• 
Zinszahlen in einem Semester besagen, daß das Durchschnittsguthaben 
-0^ 100 _ 000 RM betragen hat.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.