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Erster Abschnitt.
anreizt. Die Menschen haben oft den Menschen selbst in der
Gestalt des Sklaven zum ursprünglichen Geldmaterial gemacht, aber
niemals den Grund und Boden. Solche Idee konnte nur in bereits
ausgebildeter bürgerlicher Gesellschaft aufkommen. Sie datiert vom
letzten Drittel des 17. Jahrhunderts, und ihre Ausführung, auf
nationalem Maßstab, wurde erst ein Jahrhundert später in der
bürgerlichen Revolution der Franzosen versucht.
In demselben Verhältnis, worin der Warenaustausch seine nur
lokalen Bande sprengt, der Warenwert sich daher zur Materiatur
menschlicher Arbeit überhaupt ausweitet, geht die Geldform auf
Waren über, die von Natur zur gesellschaftlichen Funktion eines all-
zemeinen Aequivalents taugen, auf die edlen Metalle.
Daß nun, „obgleich Gold und Silber nicht von Natur Geld,
Geld von Natur Gold und Silber ist“,“*? zeigt die Kongruenz [die
Uebereinstimmung] ihrer Natureigenschaften mit seinen Funk-
lionen.*® Bisher kennen wir aber nur die eine Funktion des
Geldes, als Erscheinungsform des Warenwertes zu dienen oder
als das Material, worin die Wertgrößen der Waren sich gesell-
schaftlich ausdrücken. Adäquate [entsprechende] Erscheinungsform
von Wert oder Materiatur abstrakter und daher gleicher mensch-
licher Arbeit kann nur eine Materie sein, deren sämtliche Exem-
plare dieselbe gleichförmige Qualität besitzen. Anderseits, da der
Unterschied der Wertgrößen rein quantitativ ist, muß die Geld:
ware rein quantitativer Unterschiede fähig, also nach Willkür teil-
bar und aus ihren Teilen wieder zusammensetzbar sein. Gold und
Silber besitzen aber diese Eigenschaften von Natur.
Der Gebrauchswert der Geldware verdoppelt sich. Neben ihrem
besonderen Gebrauchswert als Ware, wie Gold zum Beispiel zum
Ausstopfen hohler Zähne, Rohmaterial von Luxusartikeln usw.
dient, erhält sie einen formalen Gebrauchswert, der aus ihren
spezifischen gesellschaftlichen Funktionen entspringt.
Da alle andern Waren nur besondere Aequivalente des Geldes,
das Geld ihr allgemeines Aequivalent, verhalten sie sich als be-
sondere Waren zum Geld als der allgemeinen Ware.**
Man hat gesehen, daß die Geldform nur der an einer Ware fest-
haftende Reflex der Beziehungen aller andern Waren. Daß Geld
Ware ist,% ist also nur eine Entdeckung für den, der von seiner
4 Karl Marx: „Zur Kritik der Politischen Oekonomie“, S, 185 [Stutt-
zarter Ausgabe S. 159]. „Die wertvollen Metalle .. . sind von Natur aus
Geld.“ (Galiani: „Della Moneta‘“ in Custodis Sammlung. Parte Moderna
vol. III, p. 72.)
* Das Nähere darüber in meiner eben zitierten Schrift, Abschnitt:
„Die edlen Metalle“.
44 „Das Geld ist die allgemeine Ware.“ (Verri: „Meditazioni sulla
Economia Politica“, p. 16.)
45 „Silber und Gold an sich, die wir mit dem allgemeinen Namen vor
Edelmetall bezeichnen können, sind ... Waren ..., die im Werte steigeß
der fallen. Man kann dem Edelmetall dann einen höheren Wert bei