Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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kürliclie Spiel der unmittelbaren Antriebe und nächsten In 
teressen hinausgreift. Hienach ist dasjenige li^issen, welches 
sich auf das Gebiet der Bestrebungen bezieht, genau ebenso 
sicher, als wenn es sich um Thatsachen handelte, die ganz 
ausserhalb des Kreises menschlicher Macht liegen. Das Ein 
zige, was mit jener Unterscheidung der beiden Sphären bezweckt 
wird, ist sachlich die Hinweisung auf die doppelte Verzweigung 
und Bedeutung der übrigens einheitlichen Wissenschaft, und 
ist in Rücksicht auf die Behandlung der Systeme die nothwen 
dige Bloslegung der Motive einseitiger Standpunkte und ge 
fälschter oder wenigstens falsch fixirtcr Ideen. 
4. Im Hinblick auf die Bedeutung des Wollens, der Be 
strebungen oder, mit andern Worten, der Antriebe in der Ge 
staltung der materiellen Verhältnisse und ihrer Wissenschaft liegt 
es nahe, die Verbindung der Nationalökonomie mit dem Socia 
lismus auch von dem Standpunkt der ideellen Bedürfnisse und 
Ziele ins Auge zu fassen. Die socialreformatorischen Mächte 
haben zwar zunächst die materiellen Interessen zum Angel 
punkt; aber sie sind weit davon entfernt, sich allein auf diese 
Seite der Verhältnisse zu beschränken. Die socialitären Theo 
rien haben ja grade darin ihren auszeichnenden Charakter, 
dass sie dem Menschen nach allen Richtungen seines gesell 
schaftlichen Daseins gerecht zu werden versuchen. Dennoch 
würde es aber unpassend sein und die innere Gleichartigkeit 
einer wohlabgegrenzten Wissenschaft verleugnen heissen, wenn 
man alle jene Fragen, mit denen sich der Socialismus im wei 
teren Sinne beschäftigt, ohne Sichtung und besondere Ein 
schränkung in den Kreis der Betrachtung ziehen wollte. Der 
materielle Mittelpunkt darf bei der Vereinigung der Wirth- 
schaftslehre mit den Socialtheorien nie aus dem Auge verloren 
werden, und es wird stets nur die Beziehung zu der materiellen 
Seite der Verhältnisse sein, was die Berücksichtigung der 
übrigens fremdartigen Gegenstände rechtfertigt. Hierüber sind 
sich die socialreformatorischen Ideenkreiso selbst nicht hin 
reichend klar geworden, und es wird daher im Interesse der 
scharfen Sonderung des Verschiedenartigen nur um so mehr 
am Orte sein, die Gebietsgrenzen der socialökonomischen Be 
ziehungen nicht mit denjenigen der menschheitlichen Ziele rein 
ideeller Art verworren zusammenlaufen zu lassen. Wie die 
edlere Gestalt menschlichen Fühlens und Anschauens ausge-
	        
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