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Drittes Kapitel.
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Wir kennen bisher kein ökonomisches Verhältnis der Menschen
Außer dem von Warenbesitzern, ein Verhältnis, worin sie fremdes
Arbeitsprodukt nur aneignen, indem sie eigenes entfremden. Einem
Warenbesitzer kann der andere daher nur als Geldbesitzer gegen-
übertreten, entweder weil sein Arbeitsprodukt von Natur die Geld-
form besitzt, also Geldmaterial ist, Gold usw., oder weil seine eigene
Ware sich bereits gehäutet und ihre ursprüngliche Gebrauchsform
abgestreift hat. Um als Geld zu funktionieren, muß das Gold
Natürlich an irgendeinem Punkt in den Warenmarkt eintreten.
Dieser Punkt liegt an seiner Produktionsquelle, wo es sich als un-
Mittelbares Arbeitsprodukt mit anderm Arbeitsprodukt von dem-
Selben Wert austauscht. Aber von diesem Augenblick stellt es be-
Ständig realisierte Warenpreise vor.” Abgesehen vom Austausch
des Goldes mit Ware an seiner Produktionsquelle, ist das Gold in
der Hand jedes Warenbesitzers die entäußerte Gestalt seiner ver-
äußerten Ware, Produkt des Verkaufs oder der ersten Waren-
Metamorphose W — G.%® Ideelles Geld oder Wertmaß wurde das
Gold, weil alle Waren ihre Werte in ihm maßen und es so zum vor-
S6stellten Gegenteil ihrer Gebrauchsgestalt, zu ihrer Wertgestalt
Machten. Reelles Geld wird es, weil die Waren durch ihre allseitige
Veräußerung es zu ihrer wirklich entäußerten oder verwandelten
Gebrauchsgestalt und daher zu ihrer wirklichen Wertigestalt machen.
In ihrer Werigestalt streift die Ware jede Spur ihres naturwüchsigen
Gebrauchswertes und der besonderen nützlichen Arbeit ab, welcher
Sie den Ursprung verdankt, um sich in die gleichförmige gesell-
Schaftliche Materiatur unterschiedsloser menschlicher Arbeit zu ver-
Püppen, Man sieht dem Geld daher nicht an, welchen Schlages die
m e8 verwandelte Ware. Eine sieht in ihrer Geldform geradeso aus
wie die andere. Geld mag daher Dreck sein, obgleich Dreck nicht
Geld ist. Wir wollen annehmen, daß die zwei Goldfüchse, wogegen
Unser Leinweber seine Ware veräußert, die verwandelte Gestalt
Sines Quarters Weizen sind. Der Verkauf der Leinwand, W — G,
St zugleich ihr Kauf, G — W. Aber als Verkauf der Leinwand
beginnt dieser Prozeß eine Bewegung, die mit seinem Gegenteil
ndet, mit dem Kauf der Bibel; als Kauf der Leinwand endet er
eine Bewegung, die mit seinem Gegenteil begann, mit dem Verkauf
des Weizens. W — G (Leinwand — Geld), diese erste Phase von
W— G — W (Leinwand — Geld — Bibel), ist zugleich G — W
(Geld — Leinwand), die letzte Phase einer andern Bewegung
W—G—wW (Weizen — Geld — Leinwand). Die erste Metamorphose
Dario 180
Ta 1846, p. 170), oder, wie Quesnay in seinen „Maximes Generales“ sagt:
» Verkaufen ist Kaufen.“
bezahn „Der Preis einer Ware kann nur mit dem Preis einer andern Ware
ie u werden.“ (Mercier de la Riviere: „L’Ordre naturel et essentiel des
t6s politiques.“ Physiocrates, 6d. Daire, IL Partie, p. 554.)
kauf „Um in den Besitz dieses Geldes zu gelangen, muß man zuerst ver-
Ult haben.“ (Ebenda, S. 5438.)