Object: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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Wohnungen heraus; da gab es einen besonders abscheulichen 
Fall, den des Bergmanns Isaiah Smith, der mit seiner Frau 
und einem drei Wochen alten Kinde gezwungen wurde, 
einen Tag und eine Nacht auf der Landstraße zu liegen, 
bis die Bergleute Mutter und Kind in Sicherheit bringen 
konnten. Während dieses Streiks wurden Hunderte von 
Männern, Frauen und Kindern — von denen viele noch 
ganz klein waren — vertrieben und gezwungen, in Zelten 
zu leben, die vom Verband besorgt wurden; und dort 
in diesen schneebedeckten, hin und her schwankenden 
Wohnstätten mußten sie die bittere Kälte des Gebirges 
und andere schreckliche Leiden erdulden. Während dieses 
Streiks geschah es, daß das Militär unter Verkündung der 
Kriegsrechtes auch die Frauen aus der Häuslichkeit der 
Streikenden vor ein plötzlich zusammenberufenes Kriegs- 
gericht zerrte — eine Tat, die selbst in einem Lande, in 
dem terroristische Greuel der kapitalistischen Klasse bis an 
die äußerste Grenze der Grausamkeit getrieben worden sind, 
nicht ihresgleichen hat. 
Das Hinostern der Kohlengräber 
Aber das halbe Verhungern, der Raub und die Unmensch- 
lichkeit sind nicht die einzigen Leiden, denen das Berg- 
arbeiterproletariat ausgesetzt ist. Die Wahrscheinlichkeit 
irgendeines durch den Mangel an Sicherheitsvorrichtungen 
veranlaßten schrecklichen Unglücksfalls in den Gruben ist 
immer vorhanden. Nach der Ausgabe des U. S. Government 
Statistical Abstract (Statistische Übersicht der Regierung 
der Vereinigten Staaten) vom Jahre 1912, das sich auf die 
Berichte der geologischen Übersicht und des Bergwerks- 
büros gründet, wurden von 1897 bis 1910 inkl. 25 223 
Bergleute in den Gruben durch „Unglücksfälle‘“ getötet, 
und in denselben Jahren wurde eine große Anzahl verletzt. 
Dem Wesen nach war jeder dieser Todesfälle ein Mord; 
sie hätten durch angemessene Einführung von Sicherheits- 
vorrichtungen vermieden werden können. Wenn die Wit- 
wen oder andere Überlebende der Erschlagenen sich auch 
nur eine geringe Entschädigung für den Verlust ihrer Er-
	        
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