Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Erster Abschnifl 
Die Entwicklung des Geldes als Zahlungsmittel ernötigt Geld 
akkumulationen für die Verfalltermine der geschuldeten Summen 
Während die Schatzbildung als selbständige Bereicherungsform ver 
schwindet mit dem Fortschritt der bürgerlichen Gesellschaft, wächs 
sie umgekehrt mit demselben in der Form von Reservefonds de 
Zahlungsmittel. 
c) Welitgeld. 
Mit dem Austritt aus der inneren Zirkulationssphäre streift da‘ 
Geld die dort aufschießenden Lokalformen von Maßstab der Preise 
Münze, Scheidemünze und Wertzeichen wieder ab und fällt in die 
ursprüngliche Barrenform der edlen Metalle zurück. Im Welthande 
entfalten die Waren ihren Wert universell. Ihre selbständige Wert 
gestalt tritt ihnen daher hier auch gegenüber als Weltgeld. Ers! 
auf dem Weltmarkt funktioniert das Geld in vollem Umfange al 
die Ware, deren Naturalform zugleich unmittelbar gesellschaftlich“ 
Verwirklichungsform der menschlichen Arbeit in abstracto ist 
Seine Daseinsweise wird seinem Begriff adäquat. 
In der inneren Zirkulationssphäre kann nur eine Ware zur 
Wertmaß und daher als Geld dienen. Auf dem Weltmarkt herrsch' 
doppeltes Wertmaß, Gold und Silber.108 
die Hälfte etwa 5'/2 Millionen ausmacht. Dieser Betrag würde also ge 
nügen.“ (William Petty: „Political Anatomy of Ireland, 1672“, ed. Londor 
1691, p. 13, 14.) 
108 Daher die Abgeschmacktheit jeder Gesetzgebung, die den National 
banken vorschreibt, nur das edle Metall aufzuschatzen, das im Innern de 
Landes als Geld funktioniert. Die so selbstgeschaffenen „holden Hinder 
nisse“ der Bank von England zum Beispiel sind bekannt. Ueber die großer 
historischen Epochen des relativen Wertwechsels von Gold und Silber sieh‘ 
Karl Marx: „Kritik der Politischen Oekonomie“, S. 136 ff, [Stuttgarte 
Ausgabe S. 159 ff.] Zusatz zur 2. Ausgabe: Sir Robert Peel sucht 
in seinem Bankakt von 1844 dem Mißstand dadurch abzuhelfen, dal 
er der Bank von England erlaubte, Noten auf Silberbullion (Silber 
barren) auszugeben, so daß jedoch der Silbervorrat nie mehr al 
'ja des Goldvorrats. Der Silberwert wird dabei geschätzt nach seineF 
Marktpreis (in Gold) auf dem Londoner Markt. (Zur 4, Auflage bemerkt‘ 
hier Engels: „Wir befinden uns wieder in einer Epoche starken relative! 
Wertwechsels von Gold und Silber. Vor etwa 25 Jahren war das Wertverhäl‘ 
nis des Goldes zum Silber — 15*/; : 1, jetzt [1890] ist es ungefähr = 22:1 
und Silber fällt noch fortwährend gegen Gold. Dies ist wesentlich Folg 
einer Umwälzung in der Produktionsweise beider Metalle. Früher wurd 
Gold fast nur durch Auswaschen goldhaltiger Alluvialschichten, der Ver 
witterungsprodukte goldhaltiger Gesteine, gewonnen. Jetzt reicht dies 
Methode nicht mehr aus und ist in den Hintergrund gedrängt durch di 
früher nur in zweiter Linie betriebene, obwohl schon den Alten (Diodor 1} 
12 bis 14) wohlbekannte Bearbeitung der goldhaltigen Quarzgänge selbst 
Anderseits wurden nicht nur im Westen der amerikanischen Felsengebirg‘ 
ungeheure neue Silberlager entdeckt, sondern diese und die mexikanisch& 
Silbergruben durch Eisenbahnen erschlossen, die Zufuhr von moderner M% 
3chinerie und von Brennstoff, und dadurch Silbergewinnung auf größter
	        
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