Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Zweiter Abschnitl 
Als bewußter Träger dieser Bewegung wird der Geldbesitze! 
Kapitalist. Seine Person, oder vielmehr seine Tasche, ist der Aus 
gangspunkt und der Rückkehrpunkt des Geldes. Der objektive In 
halt jener Zirkulation — die Verwertung des Wertes — ist sel! 
subjektiver Zweck, und nur soweit wachsende Aneignung des ab 
strakten Reichtums das allein treibende Motiv seiner Operationel 
funktioniert er als Kapitalist oder personifiziertes, mit Willen un 
Bewußtsein begabtes Kapital. Der Gebrauchswert ist also nie 2! 
unmittelbarer Zweck des Kapitalisten zu behandeln.” Auch nic 
der einzelne Gewinn, sondern nur die rastlose Bewegung des (+ 
winnens.® Dieser absolute Bereicherungstrieb,® diese leidensch?‘ 
Natur nicht zur Chrematistik, denn hier bezieht sich der Austausch nur # 
das für sie selbst (Käufer und Verkäufer) nötige.“ Daher, entwickelt ‘ 
weiter, war auch die ursprüngliche Form des Warenhandels der Tausc 
handel, aber mit seiner Ausdehnung entstand notwendig das Geld. Mit d 
Erfindung des Geldes mußte sich der Tauschhandel notwendig zur xanniıX 
zum Warenhandel entwickeln, und dieser, im Widerspruch zu sein‘ 
ursprünglichen Tendenz, bildete sich zur Chrematistik aus, zur Kunst, Gel 
zu machen, Die Chrematistik nun unterscheidet sich von der Oekonomi 
dadurch, daß „für sie die Zirkulation die Quelle des Reichtums ist“ (mxoımt* 
XpnndtewV ... Stk yxpnpdtwv Staßol%e)l Und um das Geld scheint sie sich ! 
drehen, denn das Geld ist der Anfang und das Ende dieser Art von Austaus‘ 
(tö Y&p vöpLoNm oTOLXETOV Kal KEepAC TÄc AAkayic Sortiv). Daher ist auch der Reid 
tum, wie ihn die Chrematistik anstrebt, unbegrenzt. Wie nämlich jede Kuns 
der ihr Ziel nicht als Mittel, sondern als letzter Endzweck gilt, unbegrenzt ! 
ihrem Streben ist, denn sie sucht sich ihm stets mehr zu nähern, während d 
Künste, die nur Mittel zum Zwecke verfolgen, nicht unbegrenzt sind, da d? 
Zweck selbst ihnen die Grenze setzt, so gibt es auch für diese Chrematist] 
keine Schranke ihres Ziels, sondern ihr Ziel ist absolute Bereicherung. DI 
Oekonomik, nicht die Chrematistik, hat eine Grenze . . . die erstere bezwec” 
ein vom Gelde selbst Verschiedenes, die andere seine Vermehrung ..- 
Die Verwechslung beider Formen, die ineinander überspielen, veranla$f 
einige, die Erhaltung und Vermehrung des Geldes ins Unendliche als Er’ 
ziel der Oekonomik zu betrachten.“ (Aristoteles: „De Republica“, ed. Bekk“” 
lib. I, ce. 8 und 9 passim.) 
7 „Güter (hier im Sinne von Gebrauchswerten) sind nicht der Endzwe” 
des industriellen Kapitalisten ... Geld ist sein Endzweck.“ (Th. Chalme!‘ 
„On Political Economy etc. 2nd ed. London 1832“, p. 166.) 
8 „Der Kaufmann sieht zwar den bereits erzielten Gewinn durcha* 
nicht für nichts an, aber sein Augenmerk ist doch stets auf die Zukunift £* 
richtet.“ (A. Genovesi: „Lezioni di Economia Civile (1765).“ Ausgabe de 
italienischen Oekonomen von Custodi, Parte Moderna, vol. VIII, p. 139.) 
® „Die unauslöschliche Leidenschaft für den Gewinn, die auri sa0r 
fames bestimmt stets den ‘Kapitalisten.“ (MacCulloch: „The Principles 
Political Economy. London 1880“, p. 179.) Diese Einsicht verhindert de 
selben MacCulloch und Konsorten natürlich nicht, in theoretischen ver 
Jegenheiten, zum Beispiel bei Behandlung der Ueberproduktion, denselb% 
Kapitalisten in einen guten Bürger zu verwandeln, dem es sich nur um 9 { 
Gebrauchswert handelt und der sogar einen wahren Werwolfheißhung“, 
entwickelt für Stiefel, Hüte, Eier, Kattune und andere höchst famili#f 
Sorten von Gebrauchswert,
	        
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