Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Zweiter Abschnif 
Das Problem wird in keiner Weise dadurch vereinfacht, d# 
man ifiremde Beziehungen einschmuggelt, also etwa mit Ober 
Torrens sagt: „Die effective [tatsächliche] Nachfrage besteht in de? 
Vermögen und der Neigung <(!) der Konsumenten, sei es durch 
mittelbaren oder vermittelten Austausch, für Waren eine gewis® 
größere Menge von allen Bestandteilen des Kapitals zu geben, als ib! 
Produktion kostet.“? In der Zirkulation stehen sich Produzenten uw 
Konsumenten nur als Verkäufer und Käufer gegenüber. Behaupt® 
der Mehrwert für den Produzenten entspringe daraus, daß die Ko 
sumenten die Ware über den Wert zahlen, heißt nur den einfach® 
Satz maskieren: Der Warenbesitzer besitzt als Verkäufer das Pri" 
legium, zu teuer zu verkaufen. Der Verkäufer hat die Ware gelb! 
produziert oder vertritt ihren Produzenten, aber der Käufer hat nid 
minder die in seinem Gelde dargestellte Ware selbst produziert 04 
vertritt ihren Produzenten. Es steht also Produzent dem Produz& 
ten gegenüber. Was sie unterscheidet, ist, daß der eine kauft 
der andere verkauft. Es bringt uns keinen Schritt weiter, daß 0 
Warenbesitzer unter dem Namen Produzent die Ware über ihr“ 
Werte verkauft und unter dem Namen Konsument sie zu te 
zahlt.28 
Die konsequenten Vertreter der Illusion, daß der Mehrw” 
aus einem nominellen Preiszuschlag entspringt, oder aus d® 
Privilegium des Verkäufers, die Ware zu teuer zu verkaufen, unt# 
stellen daher eine Klasse, die nur kauft ohne zu verkaufen, a 
auch nur konsumiert ohne zu produzieren. Die Existenz ein? 
solchen Klasse ist von unserm bisher erreichten Standpunkt, de 
der einfachen Zirkulation, noch unerklärlich. Aber greifen wir ® 
Das Geld, womit eine solche Klasse beständig kauft, muß ihr 1” 
ständig, ohne Austausch, umsonst, auf beliebige Rechts- und GewalP 
titel hin, von den Warenbesitzern selbst zufließen. Dieser Klaf 
die Waren über dem Wert verkaufen, heißt nur, umsonst we 
gegebenes Geld sich zum Teil wieder zurückschwindeln.? So zahlt? 
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zugleich die Waren, die er verkauft, ebenso ständig billiger abgeben * 
müssen.“ (Mercier de la Riviere: „L’Ordre naturel et essentiel.“ Phys 
crates, ed. Daire, II. Partie, p. 555.) 4 
27 R. Torrens: „An Essay on the Production of Wealth. London 18% 
p. 349. 
28 „Die Vorstellung, daß die Profite von den Konsumenten getreß 
werden, ist sicherlich ganz unsinnig. Wer sind die Konsumente®, 
(6. Kamsay: „An Essay on the Distribution of Wealth, Edinburgh 1880 
p. 184.) ) 
2 „Wenn jemand für seine Waren keinen Absatz findet, empfiehlt % © ) 
dann Herr Malthus, einem andern Geld zu geben, damit dieser ihm 4 I 
Waren abkaufe?“ fragt ein entrüsteter Ricardianer den Malthus, der, % ”"" 
sein Schüler, der Pfaffe Chalmers, die Klasse von bloßen Käufern 0 
Konsumenten ökonomisch verherrlicht. Siehe: „An Inquiry into Dr 
principles respecting the Nature of Demand and the Necessity of Consu? 
tion, lately advocated by Mr. Malthus etc. London 1821“, p. 55. 
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