Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Zweiter Abschni 
produzent außerhalb der Zirkulationssphäre, ohne mit ander 
Warenbesitzern in Berührung zu treten, Wert verwerte und dal 
Geld oder Ware in Kapital verwandle. 
Kapital kann also nicht aus der Zirkulation entspringen und ' 
kann ebensowenig aus der Zirkulation nicht entspringen. Es m 
zugleich in ihr und nicht in ihr entspringen. 
Ein doppeltes Resultat hat sich also ergeben. 
Die Verwandlung des Geldes in Kapital ist auf Grundlage d® 
Warenaustausch immanenter Gesetze zu entwickeln, so daß & 
Austausch von Aequivalenten als Ausgangspunkt gilt.” Unser !' 
noch als Kapitalistenraupe vorhandener Geldbesitzer muß 
Waren zu ihrem Wert kaufen, zu ihrem Wert verkaufen, und denn 
am Ende des Prozesses mehr Wert herausziehen als er hineinw# 
Seine Schmetterlingsentfaltung muß in der Zirkulationssphäre U 
muß nicht in der Zirkulationssphäre vorgehen. Dies sind die Bedi 
gungen des Problems. Hic Rhodus, hic salta! [Jetzt zeige, was “ 
kannst !] 
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3. Kauf und Verkauf der Arbeitskraft. 
Das Wachstum des Wertes, wodurch das Geld sich in Kap!! 
verwandeln soll, kann nicht an diesem Geld selbst vorgehen. Die 
es als Kaufmittel oder als Zahlungsmittel, dann realisiert es nur d 
Preis der Waren, die es kauft oder zahlt. Bleibt es, was es war, V' 
harrt es in seiner eigenen Form, dann erstarrt es gleichsam zu ei“ 
versteinerten Wert von gleichbleibender Gröäßess 
s7 Nach der gegebenen Auseinanderseizung versteht der Leser, daß ® 
gur heißt: Die Kapitalbildung muß möglich sein, auch wenn der War® 
preis gleich dem Warenwert. Sie kann nicht aus der Abweichung C 
Warenpreise von den Warenwerten erklärt werden. Weichen die Pre 
von den Werten wirklich ab, so muß man sie erst auf die letzteren rel 
zieren, das heißt von diesem Umstande als einem zufälligen absehen; _ 
das Phänomen der Kapitalbildung auf Grundlage des Warenaustaus“ 
rein vor sich zu haben und in seiner Beobachtung nicht durch störende 
dem eigentlichen Verlauf fremde Nebenumstände verwirrt zu werden. 
weiß übrigens, daß diese Reduktion keineswegs ein bloß wissenscl 
liches Verfahren ist. Die beständigen Schwankungen der Marktpreise: 
Steigen und Sinken, kompensieren sich, heben sich wechselseitig auf ! 
reduzieren sich selbst zum Durchschnitispreis als ihrer inneren Regel. D* 
bildet den Leitstern zum Beispiel des Kaufmanns oder des Industrielle? 
jeder Unternehmung, die längeren Zeitraum umfaßt. Er weiß also, daß, £ 
längere Periode im ganzen betrachtet, die Waren wirklich weder u 
noch über, sondern zu ihrem Durchschnittspreis verkauft werden. W 
interesseloses Denken also überhaupt sein Interesse, so müßte er sich ‘ 
Problem der Kapitalbildung so stellen: Wie kann Kapital entstehen bei‘ 
Regelung der Preise durch den Durchschnittspreis, das heißt in letzter 
stanz durch den Wert der Ware? Ich sage „in letzter Instanz“, weil ’ 
Durchschnittspreise nicht direkt mit den Wertgrößen der Waren zusam 
fallen, wie A. Smith, Ricardo usw. glauben. 
%8 „In der Gestalt von Geld .. . produziert das Kapital keinen Pre 
(Ricardo: „Principles of Political Economy. 3rd ed. London 1821“. p- 2
	        
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