Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Siebtes Kapitel, 
165 
Würde nichts ändern. Nimm an, das konstante Kapital ce im Betrage 
von 410 Pfd. Sterl. bestehe aus Rohmaterial zu 312 Pfd., Hilfs- 
Stoffen zu 44 Pfd. und im Prozeß verschleißender Maschinerie von 
4 Pfd., der Wert der wirklich angewandten Maschinerie betrage 
aber 1054 Pfd. Als vorgeschossen zur Erzeugung des Produkten- 
Wertes berechnen wir nur den Wert von 54 Pfd., den die Maschinerie 
durch ihre Funktion verliert und daher dem Produkt abgibt. 
Rechneten wir die 1000 Pfd. Sterl. mit, die in ihrer alten Form fort- 
$Xistieren als Dampfmaschine usw., so müßten wir sie auf beiden 
Seiten mitrechnen, auf Seite des vorgeschossenen Wertes und auf 
Seite des Produktenwertes,?% und erhielten so respektive 1500 Pfd. 
Ster]. und 1590 Pfd. Sterl. Die Differenz oder der Mehrwert wäre 
lach wie vor 90 Pfd. Sterl. Unter dem zur Wertproduktion vor- 
86Schossenen konstanten Kapital verstehen wir daher, wo das Gegen- 
teil Nicht aus dem Zusammenhang erhellt, stets nur den Wert der 
N der Produktion verzehrten Produktionsmittel. 
. Dies vorausgesetzt, kehren wir zurück zur Formel. C— c + v, 
We sich in C’ = (c + v) + m und eben dadurch C in C’ verwandelt. 
Man Weiß, daß der Wert des konstanten Kapitals im Produkt nur 
Vieder erscheint. Das im Prozeß wirklich neu erzeugte Wert- 
Todukt ist also verschieden von dem aus dem Prozeß erhaltenen 
Produktenwert, daher nicht, wie es auf den ersten Blick scheint, 
(+) + m oder 410 c +90 v +90 m, sondern v -+ m oder 90 v +90 m. 
a8 neu erzeugte Wertprodukt demnach nicht 590 Pfd. Sterl., sondern 
180 p. fd. Sterl. Wäre c, das konstante Kapital, gleich Null, in andern 
Worten, gäbe es Industriezweige, worin der Kapitalist keine pro- 
Auzierten Produktionsmittel, weder Rohmaterial, noch Hilfsstoffe, 
voch Arbeitsinstrumente, sondern nur von Natur vorhandene Stoffe 
ad Arbeitskraft anzuwenden hätte, so wäre kein konstanter Wert- 
Sl auf das Produkt zu übertragen. Dies Element des Produkten- 
Nörtes, in unserm Beispiel 410 Pfd. Sterl., fiele fort, aber das Wert- 
AeOdukt von 180 Pfad. Sterl., welches 90 Pfd. Sterl. Mehrwert ent- 
nn bliebe ganz ebenso groß, als ob c die größte Wertsumme dar- 
Sllte, Wir hätten C=—=0+v=v und €’, das verwertete Kapital, 
SO y +m. Also wäre C’—C nach wie vor = m. Wäre um- 
Ketchrt m — 0, in andern Worten, hätte die Arbeitskraft, deren Wert 
du Variablen Kapital vorgeschossen wird, nur ein Aequivalent pro- 
A Mert, so Ce +v und €’ (der Produktenwert) == (c + v) + 0, 
SA C=C. Das vorgeschossene Kapital hätte sich nicht ver- 
el. 
de Wir wissen in der Tat bereits, daß der Mehrwert bloß Folge 
T Wertveränderung ist, die mit v, dem in Arbeitskraft umgesetzten 
in 
8 ‚Wenn wir den Wert des angewandten stehenden Kapitals zu den 
 äpitalaustagen Technen, dann müssen wir den am Ende des Betriebsjahres 
dr Verbleibenden Wert dieses Kapitals zu den Jahreseinnahmen rechnen. 
Althus: „Prineiples of Political Economy. 2nd ed. London 1836“, p. 269.)
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.