Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Dritter Abschnitt 
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Und das nennt der Herr Professor eine „Analyse“! Glaubte er 
den Fabrikantenjammer, daß die Arbeiter die beste Zeit des Tages 
in der Produktion, daher der Reproduktion oder dem Ersatz des 
Wertes von Baulichkeiten, Maschinen, Baumwolle, Kohle usw. ver 
geuden, so war jede Analyse überflüssig. Er hatte einfach zu ant 
worten: Meine Herren! Wenn Ihr 10 Stunden arbeiten laßt stafl 
11'/,, wird, unter sonst gleichbleibenden Umständen, der täglich® 
Verzehr von Baumwolle, Maschinerie usw. um 1'/, Stunden ab 
nehmen. Ihr gewinnt also gerade soviel als Ihr verliert. Eure Ar 
beiter werden in Zukunft 1!/, Stunden weniger für Reproduktion ode! 
Ersatz des vorgeschossenen Kapitalwertes vergeuden. Glaubte er ihne) 
hicht aufs Wort, sondern hielt als Sachverständiger eine Analyse für 
nötig, so mußte er vor allem, in einer Frage, die sich ausschließlich 
um das Verhältnis des Reingewinns zur Größe des Arbeitstage® 
dreht, die Herren Fabrikanten ersuchen, Maschinerie und Fabrik 
gebäude, Rohmaterial und Arbeit nicht kunterbunt durcheinande! 
zu wirren, sondern gefälligst das in Fabrikgebäude, Maschinerl® 
Rohmaterial usw. enthaltene konstante Kapital auf die eine, das ® 
Arbeitslohn vorgeschossene Kapital auf die andere Seite zu stelle? 
Ergab sich dann etwa, daß nach der Fabrikantenrechnung der A 
beiter in 2%, Arbeitsstunden, oder in 1 Stunde, den Arbeitslob® 
reproduziert oder ersetzt, so hatte der Analytiker fortzufahren: 
Nach Eurer Angabe produziert der Arbeiter in der vorletzte? 
Stunde seinen Arbeitslohn und in der letzten Euren Mehrwert ode! 
den Reingewinn. Da er in gleichen Zeiträumen gleiche Werte pr" 
duziert, hat das Produkt der vorletzten Stunde denselben Wert wie 
das der letzten. Er produziert ferner nur Wert, soweit er Arbeit 
verausgabt, und das Quantum seiner Arbeit ist gemessen durch seiP® 
Arbeitszeit. Diese beträgt nach Eurer Angabe 11'/, Stunden p!* 
Tag. Einen Teil dieser 11'/, Stunden verbraucht er zur Produktio® 
oder zum Ersatz seines Arbeitslohnes, den andern zur Produktio? 
Eures Reingewinnes. Weiter tut er nichts während des Arbeitstage® 
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Fabrikant beschäftigt die Arbeiter täglich 11!/2 oder %/; Stunden. Wie de! 
einzelne Arbeitstag, so besteht die Jahresarbeit aus 11!/2 oder ?%/, Stunde” 
(multipliziert mit der Anzahl der Arbeitstage während des Jahres). Dies vor‘ 
ausgesetzt, produzieren die 2%, Arbeitsstunden das Jahresprodukt v® 
115000 Pfd. Sterl.; 1/3 Arbeitsstunde produziert !/2s X 115000 Pfa. Sterl; 
"/a Arbeitsstunden produzieren *%/24 X 115000 Pfd. Sterl. = 100000 P!* 
Sterl., das heißt sie ersetzen nur das vorgeschossene Kapital. Bleibe 
“a Arbeitsstunden, die %3 X 115000 Pfd. Sterl. — 15000 produzieren, 9? 
heißt den Brutiogewinn. Von diesen % Arbeitsstunden produziert */a A} 
beitsstunde */z X 115000 Pfd. Sterl. = 5000 Pfd. Sterl., das heißt sie prod 
ziert nur den Ersatz für den Verschleiß der Fabrik und der Maschinerl® 
Die letzten zwei halben Arbeitsstunden, das heißt die letzte Arbeitsstund“ 
produziert ”/23 X 115 000 Pfd. Sterl. = 10000 Pfd. Sterl., das heißt den Net” 
profit, Im Text verwandelt Senior die letzten ?/23 des Produkts in Teile d® 
Arbeitstages selbst. 
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