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Dritter Abschnit
Mehrarbeit schlagt, letztere von 5%, Stunden auf 71, Stunden. wad
sen wird, die Rate des Mehrwertes daher von 100 pZt. auf 126?/,, p
Dagegen seid Ihr gar zu tolle Sanguiniker, wenn Ihr hofft, sie wer&
durch den Zusatz von 1'/, Stunden von 100 auf 200 pZt. und gu
mehr als 200 pZt. steigen, das heißt sich „mehr als verdoppeln
Anderseits — des Menschen Herz ist ein wunderlich Ding, namen!
lich wenn der Mensch sein Herz im Beutel trägt — seid Ihr g*
zu verrückte Pessimisten, wenn Ihr fürchtet, mit der Reduktion de
Arbeitstages von 11*/, auf 10'/, Stunden werde Euer ganzer Reit
gewinn in die Brüche gehen. Beileibe nicht. Alle andern Umständ‘
als gleichbleibend vorausgesetzt, wird die Mehrarbeit von 5%, a
4*/, Stunden fallen, was immer noch eine ganz erkleckliche Rate d*
Mehrwertes gibt, nämlich 82!4/,, pZt. Die verhängnisvolle „Letzt
Stunde“ aber, von der Ihr mehr gefabelt habt als die Chiliasten vo
Weltuntergang, ist leeres Geschwätz. Ihr Verlust wird weder Eud
den „Reingewinn‘“ noch den von Euch verarbeiteten Kindern b#
derlei Geschlechts die „Seelenreinheit“ kosten.?2
2 Wenn Senior bewies, daß an „der letzten Arbeitsstunde“ der Reif‘
gewinn der Fabrikanten, die Existenz der englischen Baumwollindust!“
Englands Weltmarktgröße hängen, bewies dahinwiederum Dr. Andrew U”
obendrein, daß Fabrikkinder und junge Personen unter 18 Jahren, welch
man nicht volle 12 Stunden in die warme und reine Moralluft der Fabil”
stube bannt, sondern „eine Stunde“ früher in die gemütskalte und frivol
Außenwelt verstößt, von Müßiggang und Laster um ihr Seelenheil gepre
werden. Seit 1848 werden die Fabrikinspektoren nicht müde, in ihren halt’
jährlichen „Reports“ [Berichten] die Fabrikanten mit „der letzten“, der „vr
hängnisvollen Stunde“ zu necken. So sagt Herr Howell in seinem Fabill
bericht vom 31. Mai 1855: „Wäre die folgende scharfsinnige Berechnung (0
zitiert Senior) richtig, so hätte jede Baumwollfabrik im Vereinigten Königreit
3eit 1850 mit Verlust gearbeitet.“ („Reports of the Inspection of Faetories 1
Ihe half year ending 30th April 1855“, p. 19, 20.) Als im Jahre 1848 I
Zehnstundengesetz durchs Parlament ging, zwangen die Fabrikanten einig’
Arbeiter in den ländlichen, zwischen den Grafschaften Dorset und Some!“
zerstreut liegenden Flachsspinnereien zu einer Gegenpetition, worin es unt®
anderm heißt: „Eure Bittsteller, Eltern, glauben, daß eine zusätzliche Muß
stunde weiter keinen Erfolg haben kann, als die Demoralisation ie
Kinder, denn Müßiggang ist allen Lasters Anfang.“ Hierzu bemerkt 9%
Fabrikbericht vom 381. Oktober 1848: „Die Atmosphäre der Flach‘
spinnereien, worin die Kinder dieser tugendhaft-zärtlichen Eltern arbeit®®
ist geschwängert mit so unzähligen Staub- und Faserpartikelchen des R° g
materials, daß es außerordentlich unangenehm ist, auch nur 10 Minul®
in den Spinnstuben zuzubringen, denn ihr könnt das nicht ohne die po
Kchste Empfindung, indem Auge, Ohr, Nasenlöcher und Mund sich so
füllen mit Flachsstaubwolken, vor denen kein Entrinnen ist. Die Arbel
selbst erheischt, wegen der Fieberhast der Maschinerie, rastlosen AufWil,
von Geschick und Bewegung, unter der Kontrolle nie ermüdender Aufme 4
samkeit, und es scheint etwas hart, Eltern den Ausdruck „Faulenzerei” A
die eigenen Kinder anwenden zu lassen, die, nach Abzug der Essens?
10 volle Stunden an solche Beschäftigung, in einer solchen Atmosphär® 5
schmiedet sind. ... Diese Kinder arbeiten länger als die Ackerknecht®
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