Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

\chtes Kapitel. 
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laß !/, Stunde oder ?/, Stunden täglich den Arbeitern weggeschnappt 
‚naiched) werden durch Eingriffe in die ihnen geseizlich gesicherten 
“Msten für Mahlzeit und Erholung.“ 
_. Dieselbe Erscheinung wiederholt sich auf kleinerer Stufenleiter 
Während der furchtbaren Baumwollkrise von 1861 bis 1865. 
. „Es wird zuweilen vorgeschützt, wenn wir Arbeiter während der 
peisestunden oder sonst zu ungesetzlicher Zeit am Werk ertappen, 
daß sie die Fabrik durchaus nicht verlassen wollen, und daß es 
les Zwanges bedarf, um sie zu veranlassen, ihre Arbeit (Reinigen 
ler Maschinen usw.) zu unterbrechen, namentlich Samstag nach- 
Niltags, Aber wenn die „Hände“ nach Stillsetzung der Maschinerie 
& der Fabrik bleiben, geschieht es nur, weil ihnen zwischen 6 Uhr 
Morgens und 6 Uhr abends, in den gesetzlich bestimmten Arbeits- 
tunden, keine Frist zur Verrichtung solcher Geschäfte gestattet 
Vorden ist.“ 
„Der durch Ueberarbeit über die gesetzliche Zeit zu machende 
Üxtraprofit scheint für viele Fabrikanten eine zu große Versuchung, 
58 Ebenda, S. 25. 
54 „Reports etc. for the half year ending 30th April 1861.“ Siehe 
Appendix Nr. 2: „Reports ete. 31st October 1862“, p. 7, 52, 53. Die Ueber- 
hreitungen werden wieder zahlreicher mit dem letzten Halbjahr 1863. 
Vgl. „Reports etc. ending 31st October 1863“, p. 7. 
55 „Reports ete. 31st October 1860“, p. 23. Mit welchem Fanatismus, 
ch gerichtlichen Aussagen der Fabrikanten, ihre Fabrikhände sich jeder 
üterbrechung der Fabrikarbeit widersetzen, zeige folgendes Kuriosum: 
Anfang Juni 1886 gingen den Magistrates [Polizeirichtern] von Dewsbury 
(Yorkshire) Anzeigen zu, wonach die Eigner von acht großen Fabriken in der 
he von Batley den Fabrikakt verletzt hätten. Ein Teil dieser Herren war 
pSeklagt, fünf Knaben zwischen 12 und 15 Jahren von 6 Uhr morgens des 
a citags bis 4 Uhr nachmittags des folgenden Samstags abgearbeitet zu 
\aben, ohne irgendeine Erholung zu gestatten, außer für Mahlzeiten und 
nn Stunde Schlaf um Mitternacht. Und diese Kinder hatten die rastlose 
Teißigstündige Arbeit zu verrichten in dem „shoddy-hole“, wie die Höhle 
deißt, worin Wollenlumpen aufgerissen werden und wo ein Luftmeer von 
Jaub, Abfällen usw. selbst den erwachsenen Arbeiter zwingt, den Mund 
a ändig mit Schnupftüchern zu verbinden, zum Schutz seiner Lunge! Die 
3erren Angeklagten versicherten an Eidesstatt — als Quäker waren sie zu 
krupulös religiöse Männer, einen Eid zu leisten —, sie hätten in ihrer 
sen Barmherzigkeit den elenden Kindern vier Stunden Schlaf erlaubt, 
Diet die Starrköpfe von Kindern wollten durchaus nicht zu Bett gehen! 
ie Herren Quäker wurden zu 20 Pfd. Sterl. Geldbuße verurteilt. Dryden 
Ahnte diese Quäker: 
„Fox full fraught in seeming sanctity, 
That feared an oath, but like the devil would lie, 
That look’d like Lent, and had the holy leer, 
And durst not sin! before he said his prayer!“ 
[Ein Fuchs, bepackt mit Scheinheiligkeit, 
Der einen Eid zu leisten heilige Scheu trägt, aber lügt wie der Teufel, 
Der dreinschaut wie ein frommer Büßer, doch seitwärts scheele Blicke wirft, 
Und nicht zu sündigen wagt — bevor er sein Gebet gesprochen!]
	        
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