Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschnif 
stimmt, der Wert der Arbeitskraft. Dagegen steht der relati" 
Mehrwert in direktem Verhältnis zur Produktivkraft der Arbeit. EI 
steigt mit steigender und fällt mit fallender Produktivkraft. 
gesellschaftlicher Durchschnittsarbeitstag von 12 Stunden, den Gel 
wert als gleichbleibend vorausgesetzt, produziert stets dasselbe wert 
produkt, zum Beispiel von 6 Shilling, wie diese Wertsumme sic 
immer verteile zwischen Aequivalent für den Wert der Arbeitskr#f 
und Mehrwert. Fällt aber infolge gesteigerter Produktivkraft d* 
Wert der täglichen Lebensmittel und daher der Tageswert &* 
Arbeitskraft von 5 Shilling auf 3 Shilling, so wächst der Mehrwel 
von 1 Shilling auf 3 Shilling. Um den Wert der Arbeitskraft ” 
reproduzieren, waren 10 und sind jetzt nur noch 6 Arbeitsstund® 
nötig. 4 Arbeitsstunden sind frei geworden und können dem Gebit 
der Mehrarbeit zugefügt werden. Es ist daher der immanen“ 
Trieb und die beständige Tendenz des Kapitals, die Produktivkr# 
der Arbeit zu steigern, um die Ware und durch die Verwohlfeileru! 
der Ware den Arbeiter selbst zu verwohlfeilern.® , 
Der absolute Wert der Ware ist dem Kapitalisten, der gt 
produziert, an und für sich gleichgültig. Ihn interessiert nur der EB 
ihr steckende und im Verkauf realisierbare Mehrwert. Realisierw* 
von Mehrwert schließt von selbst Ersatz des vorgeschossenen Wert® 
ein. Da nun der relative Mehrwert in direktem Verhältnis 
Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit wächst, während del 
Wert der Waren in umgekehrtem Verhältnis zur selben Entwicklu* 
fällt, da also derselbe identische Prozeß die Waren verwohlfeil® 
und den in ihnen enthaltenen Mehrwert steigert, löst sich das Rätse 
daß der Kapitalist, dem es nur um die Produktion von Tausch 
zu tun ist, den Tauschwert der Waren beständig zu senken streb“ 
ein Widerspruch, womit einer der Gründer der politischen 0b“ 
nomie, Quesnay, seine Gegner quälte und worauf sie ihm die u 
wort schuldig blieben. „Ihr gebt zu,“ sagt Quesnay, „daß, je m® e 
man, ohne Nachteil für die Produktion, Kosten oder kostspiel® 
Arbeiten in der Fabrikation industrieller Produkte ersparen kan 
desto vorteilhafter diese Ersparung, weil sie den Preia des Mac 
| 5 „In welchem Verhältnis auch die Auslagen eines Arbeiters ver 
mindert werden, in demselben Verhältnis wird sein Lohn vermindert, wen 
die Beschränkungen der Industrie zugleich aufgehoben werden.“ („CO 
siderations concerning taking off the Bounty on Corn exportied etc. Londd 
1752“, p. 7.) „Das Interesse von Industrie und Handel erfordert, daß Ko 
und alle Lebensmittel möglichst billig seien; denn was sie verteuert, ven 
teuert auch die Löhne... In allen Ländern, wo die Industrie nich 
beschränkt ist, muß der Preis der Lebensmittel den Preis der ADS, 
beeinflussen. Dieser wird steis sinken, wenn die Lebensmittel pi” 
werden.“ (Ebenda, S, 3.) „Die Löhne sinken in demselben Verhäl®%, 
in dem die Produktivkräfte steigen. Die Maschine verbilligt allerding? % 
Lebensmittel, sie verbilligt aber zugleich auch den Arbeiter.“ („A P % 
EeSay on AS comparative merits of Competition and Cooperation. Lond9
	        
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