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4. Buch. V. Teil. Die Steuern.
ilukte, Fabrikate belasten; oft regelt der Staat sogar die Menge
der zu produzierenden Waren, bestimmt die zu verwendenden Roh
produkte usw. ; die Produktion wird oft an gewisse Zeiten gebunden;
die Kontrolle ist Tag und Nacht tätig; der Staat bestimmt die
Art und Weise der Inverkehrssetzung, den Zeitpunkt, die Wege,
die Quanten, die Art und Weise, wie dieselben in Verkehr zu bringen
sind, wo sie zu verschleißen sind, unter welchen Bedingungen usw.;
er schreibt die Art und Weise der Führung der Geschäftsbücher usw!
vor; fordert alle möglichen Nachweise, Statistiken, Mitteilungen usw.;
mit einem Wort, das finanzielle Moment prägt auf diese Unter
nehmungen seinen Charakter auf und verändert gänzlich die Natur
derselben, es entsteht ein Gemisch von Staats- und Privatunter
nehmen, gewissermaßen ein Mittelding beider. Aber auch die Natur
des Verbrauches wird wesentlich beeinflußt, der Erwerb gewisser
Waren wird erschwert, was, namentlich wenn es sich um Gegen
stände des ersten Lebensbedarfes handelt, seine Wirkung tief emp-
iinden läßt, selbst in der Gestaltung der Lebensverhältnisse der
Massen: Gesundheit, Lebenskraft, Lebenslust, Wohnung, Ein- und
Auswanderung, Mortalität usw. weisen ihre Spuren auf.
Infolge dieser Umstände lenken die indirekten Steuern die
Produktion, den Verkehr, die Konsumtion oft in falsche Richtungen,
begünstigen oft die Großindustrie, die mit großen Kapitalien arbeitet,
demzufolge die Kosten der vom Staate geforderten kostspieligen
Einrichtungen leichter tragen kann; oft entstehen Disparitäten
zwischen der inländischen und ausländischen Produktion, die sich
nicht leicht ausgleichen lassen und oft die Konkurrenz des Inlandes
dem Auslande gegenüber unmöglich machen; bei ungünstigen Ver
hältnissen wird die Überwälzung vom Produzenten auf den Kon
sumenten unmöglich, was die Produktion erschwert usw.
Endlich müssen wir noch folgender Nachteile der indirekten
Steuern gedenken: a) In der Regel ist die Verwaltung der in
direkten Steuern sehr kostspielig, in dieser Beziehung ist nur dann
das Verhältnis günstiger als bei den direkten Steuern, wenn diese
bei kleinen Leuten eingetrieben werden müssen, die indirekten
Steuern hingegen bei wenigen Großproduzenten; b) die indirekten
Steuern versagen oft eben in Zeiten großer Staatsbedürfnisse (Kriege);
c) die Einnahmen aus indirekten Steuern sind schwieriger zu prä-
liminieren, was aus budgetären Gründen ein Nachteil ist, aber auch
den Staatshaushalt ungünstig beeinflußt, mag es sich um Defizit
oder Überschuß handeln; dieser Nachteil zeigt sich natürlich mehr
bei Luxussteuern als bei Gegenständen des ersten Lebensbedarfes;
so betrug in Österreich im Dezember 1889 infolge der Influenza