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Zwölfies Kapitel.
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Wiederholt sich, zeigt ihre eigentümlichen Vorteile und verknöchert
lach und nach zur systematischen Teilung der Arbeit. Aus dem
Wdividuellen Produkt eines selbständigen Handwerkers, der vieler-
lei lut, verwandelt sich die Ware in das gesellschaftliche Produkt
Mes Vereins von Handwerkern, von denen jeder fortwährend nur
N und dieselbe Teiloperation verrichtet. Dieselben Operationen,
die ineinander flossen als aufeinander folgende Verrichtungen des
deutschen zünftigen Papiermachers, verselbständigten sich in der
Solländischen Papiermanufaktur zu nebeneinander laufenden Teil-
‘Perationen vieler kooperierender Arbeiter. Der zünftige Nadler
von Nürnberg bildet das Grundelement der englischen Nadel-
Manufaktur. Während aber jener eine Nadier eine Reihe von viel-
leicht 20 Operationen nacheinander durchlief, verrichteten hier
bald 20 Nadler nebeneinander jeder nur eine der 20 Operationen,
die infolge von Erfahrungen noch viel weiter gespaltet, isoliert
ünd Zu ausschließlichen Funktionen einzelner Arbeiter verselb-
%ändigt wurden.
Die Ursprungsweise der Manufaktur, ihre Herausbildung aus
dem Handwerk ist also zwieschlächtig. Einerseits geht sie von
der Kombination verschiedenartiger, selbständiger Handwerke
8, die bis zu dem Punkt verunselbständigt und verein-
Seitigt werden, wo sie nur noch einander ergänzende Teil-
\Perationen im Produktionsprozeß ein und derselben Ware bilden.
Anderseits geht sie von der Kooperation gleichartiger Handwerker
De zersetzt dasselbe individuelle Handwerk in seine verschiedenen
„Sonderen Operationen und isoliert und verselbständigt diese bis
Mn dem Punkt, wo jede derselben zur ausschließlichen Funktion
.ne8 besonderen Arbeiters wird. Einerseits führt daher die Manu-
Altar Teilung der Arbeit in einen Produktionsprozeß ein oder ent-
Rekelt sie weiter, anderseits kombiniert sie früher geschiedene
hudwerke. Welches aber immer ihr besonderer Ausgangspunkt,
ae Schlußgestalt ist dieselbe — ein Produktionsmechanismus,
“sen Organe Menschen sind.
{ak Zum richtigen Verständnis der Teilung der Arbeit in der Manu-
di tür ist es wesentlich, folgende Punkte festzuhalten : Zunächst fällt
de Analyse [die Zerlegung] des Produktionsprozesses in seine beson-
h °CNn Phasen hier ganz und gar zusammen mit der Zersetzung einer
Zu Werksmäßigen Tätigkeit in ihre verschiedenen Teiloperationen,
ma ümengesetzt oder einfach, die Verrichtung bleibt handwerks-
dig und daher abhängig von Kraft, Geschick, Schnelle, Sicherheit
Ye Einzelarbeiters in Handhabung seines Instruments. Das Hand-
Seh bleibt die Grundlage. Diese enge technische Grundlage
& ließt Wirklich wissenschaftliche Analyse des Produktionsprozesses
Rn da jeder Teilprozeß, den das Produkt durchmacht, als hand-
wer Smäßige Teilarbeit ausführbar sein muß. Eben weil das hand-
bl "ksmäßige Geschick so die Grundlage des Produktionsprozesses
bt, wird jeder Arbeiter ausschließlich einer Teilfunktion an-