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Vierter Abschnitt
Da Warenproduktion und Warenzirkulation die allgemein®
Voraussetzung der kapitalistischen Produktionsweise, erheisch!
manufakturmäßige Teilung der Arbeit eine schon bis zu gewisse”
Entwicklungsgrad gereifte Teilung der Arbeit im Innern der Gesell
schaft. Umgekehrt entwickelt und vervielfältigt die manufaktW”
mäßige Teilung der Arbeit rückwirkend jene gesellschaftliche T%
lung der Arbeit. Mit der Differenzierung der Arbeitsinstrument®
differenzieren sich mehr und mehr die Gewerbe, welche diese x
sirumente produzieren.°* Ergreift der manufakturmäßige Betri®
ein Gewerbe, das bisher als Haupt- oder Nebengewerbe mit ande?
zusammenhing und von demselben Produzenten ausgeführt wurde
so findet sofort Scheidung und gegenseitige Verselbständigung stal
Ergreift er eine besondere Produktionsstufe einer Ware, so ver
wandeln sich ihre verschiedenen Produktionsstufen in verschiede?”
unabhängige Gewerbe. Es ward bereits angedeutet, daß, wo ve
Machwerk ein bloß mechanisch zusammengesetztes Ganzes von T® 4
produkten, die Teilarbeiten sich selbst wieder zu eigenen Han
werken verselbständigen können. Um die Teilung der Arbeit vol 2
kommener innerhalb einer Manufaktur auszuführen, wird derselb r
Produktionszweig, je nach der Verschiedenheit seiner Rohstoffe odP
der verschiedenen Formen, die derselbe Rohstoff erhalten kant
verschiedene zum Teil ganz neue Manufakturen gespaltet. So A
den bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Frankre
allein über 100 verschiedenartige Seidenzeuge gewebt, und ‚oh
Avignon zum Beispiel war es Gesetz, daß „jeder Lehrling Si
immer nur einer Fabrikationsart widmen und nicht die Verfertigi®
mehrerer Zeugarten zugleich erlernen durfte“, Die Teilung tn
Arbeit nach Landstrichen, welche besondere Produktionszweig® ch
besondere Bezirke eines Landes bannt, erhält neuen Anstoß du 8
den manufakturmäßigen Betrieb, der alle Besonderheiten Tor
beutet.° Reiches Material zur Teilung der Arbeit innerhalb de
Gesellschaft liefert der Manufakturperiode die Erweiterung &
Weltmarktes und das Kolonialsystem, die zum Umkreis ihrer ale
meinen Existenzbedingungen gehören. Es ist hier nicht der 1e
weiter nachzuweisen, wie sie neben der ökonomischen jede ande
‚ale
auf Kosten der Reisproduktion ausgedehnt. Es entstand daher an Ve
Orten Hungersnot, weil wegen mangelnder Verkehrsmittel und istril
mangelnden physischen Zusammenhangs der Reisausfall in einem D!
nicht durch Zufuhr aus andern Distrikten ausgeglichen werden konnte. de
54 So bildete die Fabrikation der Weberschiffchen schon währen
17. Jahrhunderts einen besonderen Industriezweig in Holland. „12 ode
55 „Ist nicht die Wollmanufaktur Englands in verschiedene Teile o #8
Zweige gesondert, die an besondere Oertlichkeiten gebunden sind, Sahir®
allein oder hauptsächlich produziert werden; feine Tuche in Somers® alle?
grobe in Yorkshire, doppelbreite in Exeter, Krepps in Norwich, HalbW os
zeuge in Kendal, Decken in Whitney usw.?“ (Berkeley: „The Querist,
SS 520.)