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Weltanschauung. 
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Und was sie von der alten des 18. Jahrhunderts scheidet, 
ist just das Element, das Kant für unmöglich gehalten hatte: 
die Anwendung der Mathematik und des Erperimentes. 
Am frühesten betraten die Physiologen das neue Gebiet. 
Natürlich durch die Pforte, welche vom körperlichen Leben zum 
spezifisch seelischen hinüberführt, auf dem Wege des Studiums 
der Sinnesempfindungen: jener Vorgänge teilweis, die bald 
darauf in der Periode der Reizsamkeit für die Phantasiethätig— 
keit konstituierend wirken sollten. Und Weber zuerst zeigte an 
einfachsten Beispielen, wie die nervösen Prozesse sehr wohl ge— 
nauer Beschreibung und Zergliederung zugänglich seien, und 
aus diesen Anfängen der fünfziger Jahre ging das breite 
psychophysiologische Studium der Sinnesorgane und des Ge— 
hirns hervor, das die Gegenwart kennzeichnet. 
Waren aber damit die eigentlich psychologischen Probleme 
gelöst oder auch nur ganz unmittelbar berührt? Nerven— 
physiologie und Gehirnstudium an sich führen nur bis an die 
Grenze der eigentlich seelischen Funktionen, und auch das nur 
vermöge der Annahme des psychophysischen Parallelismus, einer 
Annahme, die sich freilich oft genug als die einzig möaliche be— 
währt hat. 
So schlug Fechner einen anderen Weg ein, der Psyche 
selbst nahe zu kommen. Er setzte nicht den nervösen Prozeß 
selbst, sondern nur den äußeren Reiz zu der Empfindung, die 
er auslöst, in Beziehung, und er hoffte, nicht vergebens, den 
Nachweis bestimmter gesetzmäßiger Verhältnisse zwischen beiden 
erbringen zu können. Welche funktionellen Beziehungen be— 
stehen zwischen Reiz und Empfindung? das war die Grundfrage 
seiner Psychophysik. 
Fechner glaubte dabei, daß er von diesem Problem zu 
dem älteren, schwierigeren des Verhältnisses zwischen Nerven— 
vorgang und Empfindung werde zurückkehren können: denn erst 
dieses erfasse den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Geistes⸗ 
uind Naturwelt. Indes nicht diesen Gang ist die Forschung nach 
ihm gegangen. Vielmehr führte der von Fechner erst völlig 
erschlossene experimentelle und damit exakte Weg der Erforschung
	        
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