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wölltes Kapitel.
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Waren gedacht. Dieser Standpunkt des Gebrauchswertes herrscht
wohl bei Plato,®® der die Teilung der Arbeit als Grundlage der
esellschaftlichen Scheidung der Stände behandelt, wie bei Xeno-
’hon,#1 der mit seinem charakteristisch bürgerlichem Instinkt schon
— % Plato entwickelt die Teilung der Arbeit innerhalb des Gemein-
Ve8ens aus der Vielseitigkeit der Bedürfnisse und der Einseitigkeit der An-
agen der Individuen. Hauptgesichtspunkt bei ihm, daß der Arbeiter sich
‘ach dem Werk richten müsse, nicht das Werk nach dem Arbeiter, Was
Wvermeidlich, wenn er verschiedene Künste zugleich, also eine oder die
dere als Nebenwerk treibe. „Das, was zu verrichten ist, pflegt nicht auf
lie Muße dessen zu warten, der es zu tun hat, vielmehr muß dieser not-
"ehdigerweise dem, was er zu verrichten hat, mit Fleiß nachgehen und nicht
ur 80 nebenbei.“ — „Sicherlich.“ — „Es wird also alles reichlicher
zeugt werden und schöner und müheloser, wenn jeder nur eines ver-
htet, seinen Anlagen entsprechend und zur rechten Zeit, ungestört durch
üdere Arbeiten.“ („Respublica“, lib. IX, e. 12.) Aehnlich bei Thucydides:
Geschichte des Peloponnesischen Krieges“, Buch I, Abschnitt 142: „Das
"Sewesen ist eine Kunst so sehr wie irgend etwas anderes und kann
Vcht bei etwa vorkommenden Fällen als Nebenwerk betrieben werden,
(dern vielmehr nichts anderes neben ihm als Nebenwerk.“ Muß
las Werk, sagt Plato, auf den Arbeiter warten, so wird oft der
itische Zeitpunkt der Produktion verpaßt und das Machwerk ver-
lorben, „die richtige Zeit für die Arbeit wird versäumt“. Dieselbe
Nlätonische Idee findet man wieder im Protest der englischen Bleicherei-
SSitzer gegen die Klausel des Fabrikakts, die eine bestimmte Eßstunde für
lo Arbeiter festsetzt. Ihr Geschäft könne sich nicht nach den Arbeitern
dnten, denn „von den verschiedenen Verrichtungen des Absengens,
„ Schens, Bleichens, Mangelns, Pressens und Färbens kann keine ohne
„“lahr der Schädigung in einem bestimmten Augenblick unterbrochen
Nörden, «.. Die Erzwingung derselben Eßstunde für alle Arbeiter kann
Klegentlich wertvolle Stücke der Gefahr aussetzen, durch unvollständige
“arbeitung Schaden zu leiden.“ Wo wird der Platonismus noch hin geraten?
d Xenophon erzählt, es sei nicht nur ehrenvoll, Speisen von der Tafel
zr Perserkönigs zu erhalten, sondern diese Speisen seien auch viel
vr ackhafter als andere. „Und dies ist nichts Wunderbares, denn wie
nn übrigen Künste in den großen Städten besonders vervollkommnet sind,
10280 Werden die königlichen Speisen ganz eigens zubereitet. Denn in
- kleinen Städten macht derselbe Bettstelle, Türe, Pflug, Tisch; oft baut
sei Obendrein noch Häuser und ist zufrieden, wenn er selbst so eine für
ha Unterhalt ausreichende Kundschaft findet. Es ist rein unmöglich,
Itäg Sin Mensch, der so vielerlei treibt, alles gut mache. In den großen
We ten aber, wo jeder einzelne viele Käufer findet, genügt auch ein Hand-
z 1, um seinen Mann zu nähren. Ja, oft gehört dazu nicht einmal ein
Ve Handwerk, sondern der eine macht Mannsschuhe, der andere Weiber-
ande, Hier und da lebt einer bloß vom Nähen, der andere vom Zu-
“ Heiden der Schuhe; der eine schneidet bloß Kleider zu, der andere
denn die Stücke nur zusammen. Notwendig ist es nun, daß der Verrichter
nit nfachsten Arbeit sie unbedingt auch am besten macht, Ebenso steht’s
öl der Kochkunst.“ (Xenophon: „Cyropaedie“, lib. VIIL c. 2.) Die zu
get Slende Güte des Gebrauchswertes wird hier ausschließlich ‚ins Auge
Ute Obgleich schon Xenophon die Stufenleiter der Arbeitsteilung vom
ng des Marktes abhängig weiß.