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Vorwort zur ersten Auflage.
XXXVII
form des Arbeitsprodukts oder die Wertform der Ware die ökono-
mische Zellenform. Dem Ungebildeten scheint sich ihre Analyse in
bloßen Spitzfindigkeiten herumzutreiben. Es handelt sich dabei in
der Tat um Spitzfindigkeiten, aber nur so, wie es sich in der mikro-
logischen Anatomie darum handelt.
Mit Ausnahme des Abschnitts über die Wertform wird man
daher dies Buch nicht wegen Schwerverständlichkeit anklagen
können. Ich unterstelle natürlich Leser, die etwas Neues lernen,
also auch selbst denken wollen.
Der Physiker beobachtet Naturprozesse entweder dort, wo sie
in der prägnantesten Form und von störenden Einflüssen mindest
getrübt erscheinen, oder womöglich macht er Experimente unter
Bedingungen, welche den reinen Vorgang des Prozesses sichern.
Was ich in diesem Werk zu erforschen habe, ist die kapitalistische
Produktionsweise und die ihr entsprechenden Produktions- und Ver-
kehrsverhältnisse. Ihre klassische Stätte. ist.bis jetzt England. Dies
der Grund, warum es zur Hauptillustration meiner theoretischen Ent-
wicklung dient. Sollte jedoch der deutsche Leser pharisäisch die
Achseln zucken über die Zustände der englischen Industrie- und
Ackerbauarbeiter, oder sich optimistisch dabei beruhigen, daß in
Deutschland die Sachen noch lange nicht so schlimm stehen, so
muß ich ihm zurufen: De te fabula narratur [es ist deine Geschichte,
die hier erzählt wird]!
An und für sich handelt es sich nicht um den höheren oder
niedrigeren Entwicklungsgrad der gesellschaftlichen Gegensätze,
welche aus den Naturgesetzen der kapitalistischen Produktion ent-
springen. Es handelt sich um diese Gesetze selbst, um diese mit
eherner Notwendigkeit. wirkenden und sich durchsetzenden Ten-
denzen. Das industriell entwickeltere Land zeigt dem minder ent-
wickelten nur das Bild der eigenen Zukunft.
Aber abgesehen hiervon. Wo die kapitalistische Produktion
völlig bei uns eingebürgert ist, zum Beispiel in den eigentlichen
Fabriken, sind die Zustände viel schlechter als in England, weil das
Gegengewicht der Fabrikgesetze fehlt. In allen andern Sphären
quält uns, gleich dem ganzen übrigen kontinentalen Westeuropa,
nicht nur die Entwicklung der kapitalistischen Produktion, sondern
auch der Mangel ihrer Entwicklung. Neben den modernen Not-
ständen drückt uns eine ganze Reihe vererbter Notstände, ent-
springend aus der Fortvegetation altertümlicher, überlebter Pro-
duktionsweisen mit ihrem Gefolg von zeitwidrigen gesellschaftlichen
und politischen Verhältnissen. Wir leiden nicht nur von den Leben-
den, sondern auch von den Toten. Le mort saisit le vif [der Tote
ergreilt den Lebenden und setzt ihn an seine Stelle] !