Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Capitel IL 
rungsweise zu ermitteln oder zu bestimmen. Denn 
trotz aller algebraischen Formeln, durch welche man 
jener Theorie einen gewissen Schein von Exactheit zu 
geben sich bemüht hat, ist und bleibt doch die „Um 
laufsgeschwindigkeit“ des Geldes eine vollkommen u n - 
messbare Grösse, da sich der Uebergang der einzel 
nen Geldstücke von Hand zu Hand nimmermehr con- 
trolliren lässt. Denn man kann weder das einzelne 
Geldstück auf seiner Wanderschaft durch verschiedene 
Hände begleiten, noch sieht man ihm nachträglich an, 
wie oft dasselbe bereits innerhalb einer bestimmten Zeit 
die Hände gewechselt hat. Und nun gar die „mittlere“ 
oder „durchschnittliche“ Umlaufsgeschwindigkeit des 
Geldes, wie will man die ermitteln? Das eine Geld 
stück circulirt „rasch“, das andere „langsam“, und selbst 
ein und dasselbe Geldstück geht heute durch viele, 
morgen durch wenige Hände, je nach zufälligen Um 
ständen, an denen das betreffende Geldstück ganz un 
schuldig ist, und die sich, wie gesagt, jeder Controlle 
oder Berechnung entziehen. Das ist auch u. A. schon 
von Locke gefühlt worden, und in derselben Weise 
räumen auch alle späteren Schriftsteller ohne Weiteres 
ein, dass es rein unmöglich sei, die „mittlere Circula- 
tionsgeschwindigkeit“ des Geldes in einem Lande auch
	        
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