teizehntes Kapitel.
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ce) Intensifikation der Arbeit.
Die maßlose Verlängerung des Arbeitstages, welche die Ma-
*hinerie in der Hand des Kapitals produziert, führt, wie wir sahen,
Päter eine Reaktion der in ihrer Lebenswurzel bedrohten Gesell-
haft herbei und damit einen gesetzlich beschränkten Normal-
Wbeitstag, Auf Grundlage des letzteren entwickelt sich eine Er-
heinung, die uns schon früher begegnete, zu entscheidender Wich-
(keit — nämlich die Intensifikation der Arbeit. Bei der Analyse
les absoluten Mehrwertes handelte es sich zunächst um die exten-
Äve Größe [das heißt die Ausdehnung] der Arbeit, während der
°Tad ihrer Intensität [ihrer Kraftanspannung] als gegeben voraus-
Setzt war. Wir haben jetzt den Umschlag der extensiven Größe
U intensive oder Gradgröße zu betrachten.
£s ist selbstverständlich, daß mit dem Fortschritt des Maschinen-
Vesens und der gehäuften Erfahrung einer eigenen Klasse von
Vaschinenarbeitern die Geschwindigkeit und damit die Intensität
ler Arbeit naturwüchsig zunehmen. So geht in England während
“Mes halben Jahrhunderts die Verlängerung des Arbeitstages Hand
X Hand mit der wachsenden Intensität der Fabrikarbeit. Indes be-
Steitt man, daß bei einer Arbeit, wo es sich nicht um vorübergehende
Anfälle fieberhafter Tätigkeit handelt, sondern um tagaus, tagein
Mederholte, regelmäßige Gleichförmigkeit, ein Knotenpunkt ein-
‚len muß, wo Ausdehnung des Arbeitstages und Intensität der
A Tbeit einander ausschließen, so daß die Verlängerung des Arbeits-
"es nur mit schwächerem Intensitätsgrad der Arbeit und um-
Sekehrt ein erhöhter Intensitätsgrad nur mit Verkürzung des Arbeits-
A868 verträglich bleibt. Sobald die allmählich anschwellende Em-
rung der Arbeiterklasse den Staat zwang, die Arbeitszeit gewalt-
vn zu verkürzen und zunächst der eigentlichen Fabrik einen
“Malarbeitstag zu diktieren, von diesem Augenblick also, wo
(Steigerte Produktion von Mehrwert durch Verlängerung des Ar-
„uStages ein für allemal abgeschnitten war, warf sich das Kapital
% aller Macht und vollem Bewußtsein auf die Produktion von
; ativem Mehrwert durch beschleunigte Entwicklung des Maschinen-
items, Gleichzeitig tritt eine Aenderung in dem „Charakter des
u aliven Mehrwertes ein. Im allgemeinen besteht die Produktions-
qede des relativen Mehrwertes darin, durch gesteigerte Produk-
x Tait der Arbeit den Arbeiter zu befähigen, mit derselben Arbeits-
ee Abe in derselben Zeit mehr zu produzieren. Dieselbe Arbeits-
ie Setzt nach wie vor dem Gesamtprodukt denselben Wert zu,
Sleich dieser unveränderte Tauschwert sich jetzt in mehr Ge-
1500 ösi Ausgabe macht Marx hier die Bemerkung:
Unter dem at Talenstfkation er Arbeit verstehe ich die Verfahren,
‘° eine erhöhte Anspannung der Arbeitskraft bewirken.“ K.
Das Kapital 7