Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschn! 
als dort, wo chemische und physikalische Prozesse eine Rolle spiel® 
wie zum Beispiel in Töpferei, Bleicherei, Färberei, Bäckerei, 9 
meisten Metallmanufakturen. Mit dem Schlendrian des ® 
beschränkten Arbeitstages, der Nachtarbeit und freier Mensch® 
verwüstung gilt jedes naturwüchsige Hindernis bald für eine ewig! 
„Naturschranke“ der Produktion. Kein Gift vertilgt Ungezief® 
sicherer als .das Fabrikgesetz solche „Naturschranken“. Niems 
schrie lauter über „Unmöglichkeiten“ als die Herren von de 
Töpferei. 1864 wurde ihnen das Fabrikgesetz auferlegt und all 
Unmöglichkeiten waren schon 16 Monate später verschwunden. 
Die durch das Fabrikgesetz hervorgerufene „verbesserte Me 
ihode, Töpferbrei (slip) durch Druck statt durch Verdunstung * 
machen, die neue Konstruktion der Oefen zum Trocknen der vw 
gebrannten Ware usw. sind Ereignisse von großer Wichtigkeit d 
der Kunst der Töpferei und bezeichnen einen Fortschritt derselb® 
wie ihn das letzte Jahrhundert nicht aufweisen kann, ... Die 1er 
peratur der Oefen ist beträchtlich vermindert, bei beträchtlicher X 
nahme im Kohlenkonsum und rascherer Wirkung auf die Ware 
Trotz aller Prophezeiung stieg nicht der Kostenpreis der Töpfe 
waren, wohl aber die Produktenmasse, so daß die Ausfuhr ve 
12 Monate von Dezember 1864 bis Dezember 1865 einen W 
überschuß von 188628 Pfd. Sterl. über den Durchschnitt der d” 
vorigen Jahre ergab. ; 
In der Fabrikation von Zündhölzern galt es als Naturges®® 
daß Jungen selbst während der Herunterwürgung ihres Mitt#$ ; 
mahles die Hölzer in eine warme Phosphormischung tunkten, dert 
giftiger Dampf ihnen in das Gesicht stieg. Mit der Notwendigk?, 
Zeit zu ersparen, erzwang der Fabrikakt (1864) eine „dipP 
machine“ (Eintauchungsmaschine), deren Dämpfe den Arbeiter 
erreichen können.??? ; 
So wird jetzt in den noch nicht dem Fabrikgesetz unterworfen” 
Zweigen der Spitzenmanufaktur behauptet, die Mahlzeiten könne, 
nicht regelmäßig sein wegen der verschiedenen Zeitlängen, di 
verschiedene Spitzenmaterialien zur Trocknung brauchen, und t 
von drei Minuten bis zu einer Stunde und mehr wechseln. Hierauf 80 
worteten die Kommissäre der „Children’s Employment Commissio® € 
„Die Umstände sind dieselben wie in der Tapetendruckerei. Einf 
der Hauptfabrikanten in diesem Zweige machten lebhaft geltend, ge 
Natur der verwandten Materialien und die Verschiedenartigkeit int 
Prozesse, die sie durchlaufen, erlaubten ohne großen Verlust B® ff 
plötzliche Stillsetzung der Arbeit für Mahlzeiten. ... Durch A 
sechste Klausel der sechsten Sektion des Factory Act’s Extension 
75 „Reports of Insp. of Fact. for 31st October 1865“, p. 96, 127. ot 
279 Die Einführung dieser und anderer Maschinerie in der zündtr, 
[abrikation hat in einem einzigen Zweig derselben 230 junge Personen d we 
32 Jungen und Mädchen von 14 bis 17 Jahren ersetzt. Diese Ersparunf 
Arbeitern wurde 1865 weitergeführt durch Anwendung der Dampfkraft
	        
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