Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Dreizehntes Kapitel. 
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Darunter sind viele Frauen mit Kindern, die ihre mütterlichen 
Pflichten nicht erfüllen können.“ (n. 651 ff, 709.) „Können die 
Witwen ein so einträgliches Geschäft (8 bis 10 Shilling wöchentlich) 
anderswo finden? — Ich kann darüber nichts sagen.“ (n. 709.) „Und 
dennoch (Herz von Stein!) seid Ihr entschlossen, ihnen diesen 
Lebensunterhalt abzuschneiden? — Sicher.“ (n. 710.) „Woher diese 
Stimmung? — Allgemein ist die Empfindung, daß diese Arbeit die 
Frauen degradiert, und wir Minenarbeiter haben zuviel Respekt für 
das schöne Geschlecht, als daß wir es zur Kohlengrube verdammt 
Sehen wollten. ... Diese Arbeit ist großenteils sehr schwer. Viele 
lieser Mädchen heben 10 Tonnen pro Tag.“ (n. 1715, 1717.) „Glaubt 
Ihr, daß die in den Bergwerken beschäftigten Arbeiterinnen un- 
Moralischer sind als die in den Fabriken beschäftigten? — Der 
Prozentsatz der Schlechten ist größer als unter den Fabrikmädchen.“ 
(n. 1731.) „Aber Ihr seid auch mit dem Stand der Moralität in den 
Fabriken nicht zufrieden? — Nein.“ (n. 1788.) „Wollt Ihr denn 
Auch die Weiberarbeit in den Fabriken verbieten? — Nein, ich will 
® nicht.“ (n. 1734.) „Warum nicht? — Sie ist für das weibliche 
Geschlecht anständiger und passender.“ (n. 1735.) „Dennoch ist 
Se schädlich für ihre Moralität, meint Ihr? — Nein, lange nicht so 
Sehr als die Arbeit an der Grube. Ich spreche übrigens nicht nur 
aus moralischen, sondern auch aus physischen und sozialen Gründen. 
Die soziale Degradation der Mädchen ist höchst jammervoll. Wenn 
diese 400 bis 500 Mädchen Frauen der Minenarbeiter werden, leiden 
die Männer tief unter dieser Degradation, und es treibt sie fort von 
Haus und zum Soff.“ (n. 1736.) „Aber gälte nicht dasselbe für die 
dei Eisenwerken beschäftigten Weiber? — Ich kann nicht für andere 
Geschäftszweige sprechen.“ (n. 1787.) „Aber welcher Unterschied 
St denn zwischen den bei Eisenwerken und Bergwerken beschäftig- 
len Weibern? — Ich habe mich nicht mit dieser Frage beschäftigt.“ 
(n, 1740.) „Könnt Ihr einen Unterschied zwischen der einen oder 
der andern Klasse entdecken? — Ich habe nichts darüber ermittelt, 
Xehne aber durch Besuch von Haus zu Haus den schmählichen Zu- 
Stand der Dinge in unserm Distrikt.“ (n. 1741.) „Hättet Ihr nicht 
Stoße Lust, Weiberbeschäftigung überall abzuschaffen, wo sie 
degradierend ist? — Ja... die besten Gefühle gewinnt der Engländer 
durch die Unterweisung der Mutter.“ (n. 1750.) „Aber das paßt ja 
ich auf lJandwirtschaftliche Beschäftigung der Weiber? — Die 
dauert nur 2 Jahreszeiten, bei uns arbeiten sie alle 4 Jahreszeiten 
dureh, (n. 1751.) Sie arbeiten manchmal Tag und Nacht, naß bis 
if die Haut, ihre Konstitution geschwächt, ihre Gesundheit ge- 
drochen.“ „Ihr habt die Frage (nämlich der Weiberbeschäftigung) 
Kcht allgemein studiert? — Ich habe um mich her geschaut und 
ann so viel sagen, daß ich nirgendwo etwas gefunden habe, das 
Sich mit den Wirkungen der weiblichen Beschäftigung an den Kohlen- 
Yaben vergleichen ließe. Es ist Mannsarbeit und Arbeit für starke 
länner, (n. 1753, 1793, 1794.) Die bessere Klasse der Minenarbeiter,
	        
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