Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Nebzehntes Kapitel. 
473 
Mrd. Eine Ware stelle 6 Arbeitsstunden dar. Werden Erfindungen 
‚macht, wodurch sie in 3 Stunden produziert werden kann, so 
inkt der Wert auch der bereits produzierten Ware um die Hälfte. 
46 stellt jetzt 3 statt früher 6 Stunden notwendige gesellschaftliche 
\rbeit dar. Es ist also das zu ihrer Produktion erheischte Quantum 
\tbeit, nicht deren gegenständliche Form, wodurch ihre Wertgröße 
stimmt wird. 
. Was dem Geldbesitzer auf dem Warenmarkt direkt gegenüber- 
Titt, ist in der Tat nicht die Arbeit, sondern der Arbeiter. Was 
*lzterer verkauft, ist seine Arbeitskraft. Sobald seine Arbeit wirk- 
ich beginnt, hat sie bereits aufgehört, ihm zu gehören, kann also 
Ucht mehr von ihm verkauft werden. Die Arbeit ist die Substanz 
nn das immanente Maß der Werte, aber sie selbst hat keinen 
ert.25 
„Im Ausdruck „Wert der Arbeit“ ist der Wertbegriff nicht nur 
Öllig ausgelöscht, sondern in sein Gegenteil verkehrt. Es ist ein 
Maginärer Ausdruck [einer, der der Wirklichkeit nicht entspricht], 
Ye etwa Wert der Erde. Diese imaginären Ausdrücke ent- 
Pringen jedoch aus den Produktionsverhältnissen selbst. Sie sind 
ategorien für Erscheinungsformen wesentlicher Verhältnisse. Daß 
U der Erscheinung die Dinge sich oft verkehrt darstellen, ist ziemlich 
U allen Wissenschaften bekannt. außer in der politischen OQekonomie.26 
u % „Arbeit, der ausschließliche Maßstab des Wertes .. . die Schöpferin 
nn Reichtums, ist keine Ware.“ (Th. Hodgskin: „Popular Political Eco- 
My“, p. 186.) 
ww % Solche Ausdrücke dagegen für bloße licentia poetica [poetische Frei- 
zu erklären, zeigt nur die Ohnmacht der Analyse. Gegen Proudhons 
„tage: „Man sagt von der Arbeit, daß sie einen Wert hat („valoir“) nicht 
hr Cal als eigentliche Ware, als im Hinblick auf die Werte, welche man in 
\u Potenziell enthalten annimmt. Der Wert der Arbeit ist ein figürlicher 
\ druck usw.“, bemerke ich daher: „Er sieht in der Ware Arbeit, die eine 
x Albare Realität ist, nur eine grammatische Ellipse. Demgemäß ist die 
mn heutige, auf den Warencharakter der Arbeit begründete Gesellschaft 
Y Jetzt an eine poetische Lizenz, auf einen figürlichen Ausdruck begründet. 
N 1 die Gesellschaft alle „Unzuträglichkeiten ausmerzen“, unter denen sie 
ie leiden hat, nun, so merze sie die anstößigen Ausdrücke aus, so ändere 
u die Sprache; und sie braucht sich zu diesem Zwecke nur an die Akademie 
‘x enden, um von ihr eine neue Ausgabe ihres Wörterbuches zu verlangen.“ 
a larw: „Misere de la Philosophie“, p. 34, 35.) [Vgl. „Das Elend der 
zart Sophie“, deutsch von E. Bernstein und K, Kautsky. 2. Auflage, Stutt- 
dich 1892, S, 30, 81.] Noch bequemer ist es natürlich, sich unter Wert gar 
ine Zu denken. Man kann dann ohne Umstände alles unter diese Kategorie 
yay CM So zum Beispiel B. Say: Was ist „valeur“ [Wert]? Antwort: „Das, 
Sache ne Sache wert ist.“ Und was ist „Preis“? Antwort: „Der Wert einer 
‚© ausgedrückt in Geld.“ Und warum hat „die Arbeit der Erde 
X’ u nen Wert? Weil man ihr einen Preis beimißt.“ Also Wert ist, was 
delq ‚8 Wert ist, und die Erde hat einen „Wert“, weil man ihren Wert „in 
las wesdrückt“, Dies ist jedenfalls eine sehr einfache Methode, sich über 
arum und Wieso der Dinge zu verständigen.
	        
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