Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Yiebzehntes Kapitel. 
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Beines wertbildendes Element ist, eine Eigenschaft, wodurch sie sich 
'0n allen andern Waren unterscheidet, fällt außerhalb des Bereiches 
les gewöhnlichen Bewußtseins. 
_ Stellen wir uns auf den Standpunkt des Arbeiters, der für zwölf- 
ündige Arbeit zum Beispiel das Wertprodukt sechsstündiger Arbeit 
hält, sage 3 Shilling, so ist für ihn in der Tat seine zwölfstündige 
Arbeit das Kaufmittel der 3 Shilling. Der Wert seiner Arbeitskraft 
Mag variieren mit dem Wert seiner gewohnheitsmäßigen Lebens- 
Nitel von 3 auf 4 Shilling oder von 3 auf 2 Shilling, oder bei gleich- 
Yeibendem Wert seiner Arbeitskraft mag ihr Preis, infolge wechseln- 
ln Verhältnisses von Nachfrage und Angebot, auf 4 Shilling steigen 
Mer auf 2 Shilling fallen, er gibt stets 12 Arbeitsstunden. Jeder 
Wechsel in der Größe des Aequivalenis, das er erhält, erscheint 
dm daher notwendig als Wechsel im Wert oder Preis seiner 12 Ar- 
itsstunden. Dieser Umstand verleitete umgekehrt Adam Smith, 
ler gen Arbeitstag als eine konstante Größe behandelt,?* zur Be- 
auptung, der Wert der Arbeit sei konstant, obgleich der Wert der 
<bensmittel wechsle und derselbe Arbeitstag sich daher in mehr 
der weniger Geld für den Arbeiter darstelle. Er sagt: 
_.. „Der Preis (in Arbeit), den der Arbeiter zahlt, muß immer der- 
be sein, wie sehr auch die Menge der Güter wechseln mag, die 
© dafür erhält. Jener Preis mag einmal von diesen eine größere 
d ein andermal eine geringere Menge kaufen können; aber dann 
vr ihr Wert, der wechselt, und nicht der der Arbeit, die sie 
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‚. Nehmen wir anderseits den Kapitalisten, so will er zwar mög- 
ichst viel Arbeit für möglichst wenig Geld erhalten. Praktisch 
Ueressiert ihn daher nur die Differenz zwischen dem Preis der 
Arbeitskraft und dem Wert, den ihre Funktion schafft. Aber er 
Ucht alle Ware möglichst wohlfeil zu kaufen und erklärt sich überall 
Sinen Profit aus der einfachen Prellerei, dem Kauf unter und dem 
Verkauf über dem Wert. Er kommt daher nicht zur Einsicht, daß, 
Yenn so ein Ding, wie Wert der Arbeit, wirklich existierte und er 
Hosen Wert wirklich zahlte, kein Kapital existieren, sein Geld sich 
"cht in Kapital verwandeln würde. ” 
Zudem zeigt die wirkliche Bewegung des Arbeitslohnes Phä- 
‚tene, die zu beweisen scheinen, daß nicht der Wert der Arbeits- 
„aft bezahlt wird, sondern der Wert ihrer Funktion, der Arbeit 
Kebst, Diese Phänomene können wir auf zwei große Klassen zurück- 
‚aren, 1. Wechsel des Arbeitslohnes mit wechselnder Länge des 
x Tbeitstages, Man könnte ebensowohl schließen, daß nicht der Wert 
Sr Maschine, sondern der ihrer Operation bezahlt wird, weil es 
ehr kostet, eine Maschine für eine Woche als für einen Tag zu 
— 
“% A, Smith spielt nur zufällig auf die Veränderungen des Arbeitstages 
© bei Gelegenheit des Stücklohnes. . 
*%s 4, Smith: „Wealth of Nations“, b; I ch. 5.
	        
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