Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Siebter Abschnift 
geschickten Arbeiterklasse unter die ihm zugehörigen Produktions 
bedingungen zählt, sie in der Tat als die reale Existenz seine® 
variablen Kapitals ‚betrachtet, zeigt sich, sobald eine Krise dere? 
Verlust bedroht. Infolge des amerikanischen Bürgerkrieges und de! 
ihn begleitenden Baumwollnot wurde bekanntlich die Mehrzahl de! 
Baumwollarbeiter in Lancashire usw. aufs Pflaster geworfen. Aw 
dem Schoß der Arbeiterklasse selbst, wie anderer Gesellschaft® 
schichten, erhob sich der Ruf nach Staatsunterstützung oder fre* 
williger Nationalkollekte, um die Auswanderung der „Ueber 
Aüssigen“ in englische Kolonien oder die Vereinigten Staaten zu €! 
möglichen. Damals veröffentlichte die „Times“ (24. März 1863) 
einen Brief von Edmund Potter, früher Präsident der Mancheste! 
Handelskammer. Sein Brief ward mit Recht im Unterhause als „da“ 
Manifest der Fabrikanten‘“ bezeichnet.!* Wir geben hier einig‘ 
charakteristische Stellen, worin der Eigentumstitel des Kapitals at 
die Arbeitskraft unverblümt ausgesprochen wird. 
„Den Arbeitslosen mag gesagt werden, daß die Zufuhr von Bau 
wollarbeitern zu groß ist... sie müßte vielleicht um ein Drittel 
reduziert werden, und dann würde eine gesunde Nachfrage für d 
übrigen zwei Dritteile eintreten. ... Die öffentliche Meinung drinß 
auf Auswanderung. ... Der Meister (das heißt der Baumwol 
fabrikant) kann nicht willig seine Zufuhr von Arbeitern entfer? 
sehen; er mag denken, daß das ebenso ungerecht als unrichtig ist. +* 
Wenn die Auswanderung aus öffentlichen Fonds unterstützt wird 
hat er ein Recht, Gehör zu verlangen und vielleicht zu protestierel 
Selbiger Potter setzt.dann weiter auseinander, wie nützlich die Bau! 
wollindustrie, wie „sie unzweifelhaft die Bevölkerung aus Irland un6 
den englischen Agrikulturdistrikten weggezogen hat“, wie ungeheu® 
ihr Umfang, wie sie im Jahre 1860 /,, des ganzen englischen Exp 
handels lieferte, wie sie nach wenigen Jahren sich wieder ausdehp% 
werde durch Erweiterung des Marktes, besonders Indiens, und dur” 
Erzwingung hinreichender „Baumwollzufuhr, zu 6 Pence das Pfund, 
Er fährt dann fort: „Zeit — 1, 2, 3 Jahre vielleicht — wird die nötig 
Quantität produzieren. ... Ich möchte dann die Frage stellen, en 
diese Industrie wert, sie festzuhalten, ist es der Mühe werb di 
Maschinerie (nämlich die lebendigen Arbeitsmaschinen) in Ordnulß 
zu halten, und ist es nicht die größte Narrheit, daran zu denken, % 
aufzugeben! Ich glaube das. Ich will zugeben, daß die Arbeite 
nicht Eigentum sind („I allow that the workers are not a properlY ) 
lation und Aufspeicherung geschickter Arbeit, diese wichtigste Operati 
wird, was die große Masse der Arbeiter betrifft, ohne irgendwelches Kap, 
vollbracht.“ (Hodgskin: „Labour Defended etc.“, p. 13.) [Vgl. „Verteidigw” 
der Arbeit“, übersetzt von Dr. Friedrich Raffel. Leipzig 1909, S. 39, 40.1, 
» „Dieser Brief kann als’ das Manifest der Fabrikanten bezeicht 
werden.“ (Ferrand: Antrag über die Baumwollnot. Sitzung des Unterh#““ 
vom 27. April 1863.)
	        
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