Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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lweiundzwanzigstes Kapitel, 
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‘hleunigung der Akkumulation durch erhöhte Produktivkraift der 
Arbeit gleichsetzt ihrer Beschleunigung durch erhöhte Ausbeutung 
les Arbeiters.4® In den Abschnitten über die Produktion des Mehr- 
Vertes ward beständig unterstellt, daß der Arbeitslohn wenigstens 
Neich dem Werte der Arbeitskraft ist. Die gewaltsame Herab- 
'etzung des Arbeitslohnes unter diesen Wert spielt jedoch in der 
)raktischen Bewegung eine zu wichtige Rolle, um uns nicht einen 
Augenblick dabei aufzuhalten. Sie verwandelt faktisch, innerhalb 
jewisser Grenzen, den notwendigen Konsumtionsfonds des Arbeiters 
X einen Akkumulationsfonds von Kapital. 
_ „Arbeitslöhne“, sagt J. St. Mill, „haben keine Produktivkraft; 
äe sind der Preis einer Produktivkraft; Arbeitslöhne tragen nicht, 
leben der Arbeit selbst, zur Warenproduktion bei, sowenig wie der 
Preis der Maschinerie selbst. Könnte Arbeit ohne Kauf gehabt 
Verden, so wären Arbeitslöhne überflüssig.“#® Wenn aber die 
Arbeiter von der Luft leben könnten, so wären sie auch um keinen 
Preis zu kaufen. Ihr Nichtkosten ist also eine Grenze im mathema- 
chen Sinn, stets unerreichbar, obgleich stets annäherbar. Es ist 
lie beständige Tendenz des Kapitals, sie auf diesen nihilistischen 
“andpunkt herabzudrücken. 
_ Ein oft von mir zitierter Schriftsteller des 18. Jahrhunderts, der 
Verfasser des „Essay on Trade and Commerce“, verrät nur das 
Merste Seelengeheimnis des englischen Kapitals, wenn er es für 
lie historische Lebensaufgabe Englands erklärt, den englischen Ar- 
'Sitslohn auf das französische und holländische Niveau herabzu- 
Tücken. Er sagt unter anderm naiv: „Wenn aber unsere Armen 
Kunstausdruck für Arbeiter) luxuriös leben wollen ... muß ihre 
% „Ricardo sagt: „In verschiedenen Stadien der Gesellschaft ist die 
\kkumulation des Kapitals oder der Mittel Arbeit anzuwenden (das heißt, 
n auszubeuten) mehr oder weniger rasch und muß in allen Fällen von 
©n Produktivkräften der Arbeit abhängen. Die Produktivkräfte der Arbeit 
‚nd im allgemeinen am größten dort, wo Ueberfluß von fruchtbarem Boden 
Sistiert,“ Bedeuten in diesem Satz die Produktivkräfte der Arbeit die 
einheit jenes Teiles jedes Produkts, der denen zufällt, deren Handarbeit 
„Produziert, so ist der Satz tautologisch, weil der übrigbleibende Teil der 
ads ist, woraus, wenn es seinem Eigner beliebt („if the owner pleases“), 
‚ital akkumuliert werden kann. Aber dies ist meistens nicht dort der 
= Wo das Land am fruchtbarsten ist.“ („Observations on certain verbal 
SPütes ete.“, p. 74, 75.) 
kn * J, St. Mill: „Essays on some unsettled Questions of Political Economy. 
don 1844“, p. 90. 
ba 5 „An Essay on Trade and Commerce. London 1770“, p. 44. Aehnlich 
x °hte die „Times“ vom Dezember 1866 und Januar 1867 Herzens- 
wi Bungen englischer Minenbesitzer, worin der glückliche Zustand der 
dep ten Minenarbeiter geschildert ward, die nicht mehr verlangten und 
% jener erhielten, als gerade nötig, um für ihre „masters (Unternehmer) 
do nn Die belgischen Arbeiter dulden viel, aber als Musterarbeiter in 
ng Ti zu figurieren! Anfang Februar 1867 antwortete der mit Pulver 
ei unterdrückte Streik der belgischen Minenarbeiter (bei Marchienne).
	        
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