Ätt.
a,
>
an
an
Se,
ıd.
U-
en
an
al-
1d
>
ig
ar
ar
18
m
in
nn
ar
On
1-
16
a
42
N
T
T
>
A
r
3
Vierundzwanzigstes Kapitel,
681
Er ließ sie 1641 in die Stadt ein. Sie eilten sofort zu seinem Hause
und meuchelmordeten ihn, um: auf die Zahlung der Bestechungs-
summe von 21 875 Pfd. Sterl. zu „entsagen“. Wo sie die Füße hin-
setzten, folgte Verödung und Entvölkerung. Banjuwangi, eine Pro«-
vinz von Java, zählte 1750 über 80 000 Einwohner, 1811 nur noch 8000.
Das ist der doux commerce [der sanfte Handel]!
Die englisch-ostindische Kompanie erhielt bekanntlich, außer
der politischen Herrschaft in Ostindien, das ausschließliche Monopol
des Teehandels, wie des chinesischen Handels überhaupt und des
Gütertransportes von und nach Europa. Aber die Küstenschiffahrt
von Indien und zwischen den Inseln, wie der Handel im Innern
Indiens wurden Monopol der höheren Beamten der Kompanie. Die
Monopole von Salz, Opium, Betel und andern Waren waren un-
erschöpfliche Minen des Reichtums. Die Beamten selbst setzten die
Preise fest und schanden nach Belieben den unglücklichen Hindu.
Der Generalgouverneur nahm teil an diesem Privathandel.. Seine
Günstlinge erhielten Kontrakte unter Bedingungen, wodurch sie,
klüger als die Alchimisten, aus Nichts Gold machten. Große Ver-
mögen sprangen wie die Pilze an einem Tage auf, die ursprüngliche
Akkumulation ging vonstatten ohne Vorschuß eines Shillings. Die
gerichtliche Verfolgung des Warren Hastings wimmelt von solchen
Beispielen. Hier ein Fall. Ein Opiumkontrakt wird einem gewissen
Sullivan zugeteilt, im Augenblick seiner Abreise — und zwar in
öffentlichem Auftrage — nach einem von den Opiumdistrikten ganz
entlegenen Teil Indiens. Sullivan verkauft seinen Kontrakt für
40000 Pifd. Sterl. an einen gewissen Binn; Binn verkauft ihn den-
selben Tag für 60000 Pfd. Sterl., und der schließliche Käufer und
Ausführer des Kontrakts erklärt, daß er hinterher noch einen un-
geheuren Gewinn herausschlug. Nach einer dem Parlament vor-
gelegten Liste. ließen sich die Kompanie und ihre Beamten von 1757
bis 1766 von den Indiern 6 Millionen Pfd. Sterl. schenken! Zwischen
1769 und 1770 fabrizierten die Engländer eine Hungersnot durch den
Ankauf von allem Reis und durch Weigerung des Wiederverkaufes
außer zu fabelhaften Preisen.?*
Die Behandlung der Eingeborenen war natürlich am tollsten in
den nur zum Exporthandel bestimmten Pflanzungen, wie Westindien,
und in den dem Raubmord preisgegebenen reichen und dicht-
bevölkerten Ländern, wie Mexiko und Ostindien. Jedoch auch in
den eigentlichen Kolonien verleugnete sich der christliche Charakter
der ursprünglichen Akkumulation nicht. Jene nüchternen. Virtuosen
des Protestantismus, die Puritaner Neuenglands, setzten 1703 durch
Beschlüsse ihrer Assembly [der gesetzgebenden Versammlung], eine
245 Im Jahre 1866 starben in der einzigen Provinz Orissa mehr als eine
Million Hindus am Hungertod. Nichtsdestoweniger suchte man die indische
Staatskasse zu bereichern durch die Preise, wozu man den Verhungernden
Lebensmittel abließ.