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Vierundzwanzigstes Kapitel,
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drückt der kapitalistischen Aera ihren Stempel auf. Der einzige
Teil des sogenannten Nationalreichtums, der wirklich in den Gesamt-
besitz der modernen Völker eingeht, ist — ihre Staatsschuld.242
Daher ganz konsequent die moderne Lehre, daß ein Volk um so
reicher wird, je tiefer es sich verschuldet. Der öffentliche Kredit
wird zum Credo [zum Glaubensbekenntnis] des Kapitals. Und mit
dem Entstehen der Staatsverschuldung tritt an die Stelle der Sünde
gegen den heiligen Geist, für die keine Verzeihung ist, der Treu
bruch an der Staatsschuld,
Die öffentliche Schuld wird einer der energischsten Hebel der
ursprünglichen Akkumulation. Wie mit dem Schlag der Wünschel-
rute begabt sie das unproduktive Geld mit Zeugungskraft und ver-
wandelt es so in Kapital, ohne daß es dazu nötig hätte, sich der von
industrieller Anlage und selbst privatem Wucher unzertrennlichen
Mühewaltung und Gefahr auszusetzen. Die Staatsgläubiger geben in
Wirklichkeit nichts, denn die geliehene Summe wird in öffentliche,
leicht übertragbare Schuldscheine. verwandelt, die in ihren Händen
fortfungieren, ganz als wären sie ebensoviel Bargeld. Aber auch
abgesehen von der so geschaffenen Klasse müßiger Rentner und von
dem über Nacht aufgeschossenen Reichtum der zwischen Regierung
und Nation die Mittler spielenden Finanziers — wie auch von dem
der Steuerpächter, Kaufleute, Privatfabrikanten, denen ein gut Stück
jeder Staatsanleihe den Dienst eines vom Himmel gefallenen Kapitals
leistet — hat die Staatsschuld die Aktiengesellschaften, den Handel
mit verkäuflichen Wertpapieren aller Art, gewagte Spekulationen,
die Agiotage emporgebracht, in einem Wort: das Börsenspiel und die
moderne Bankokratie [Bankenherrschaft].
Von ihrer Geburt an waren die mit nationalen Titeln auf-
gestutzten großen Banken nur Gesellschaften von Privatspekulanten,
die sich den Regierungen an die Seite stellten und, dank den er-
haltenen Privilegien, ihnen Geld vorzuschießen imstande waren.
Daher hat das Anwachsen der Staatsschuld keinen unfehlbareren
Gradmesser als das fortgesetzte Steigen der Aktien dieser Banken,
deren volle Entfaltung von der Gründung der Bank von England
datiert (1694). Die Bank von England begann damit, der Regierung
ihr Geld zu 8 pZt. zu verleihen; gleichzeitig war sie vom Parlament
ermächtigt, aus demselben Kapital Geld zu münzen, indem sie &
dem Publikum nochmals in Form von Banknoten lieh. Sie durfte
mit diesen Noten Wechsel diskontieren. [vor der Verfallzeit an-
kaufen], Waren beleihen und edle Metalle einkaufen. Es dauerte
nicht lange, so wurde dies von ihr selbst fabrizierte Kreditgeld die
Münze, worin die Bank von England dem Staat Anleihen machte und
für Rechnung des Staates die Zinsen der öffentlichen Schuld bezahlte.
2458 William Cobbett bemerkt, daß in England alle öffentlichen Anstalten
als „königliche“ bezeichnet werden, zum Ersatz dafür gebe es jedoch die
„National‘“-Schuld (national debt).