Object : Zur Wertzollfrage

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handensein  aus  betn  Ausland  eingeführter  hochwertiger
LuXuswaren  zeigt,  und  daß  das  bei  ihnen  herrschende
Mißverhältnis  zwifchenWert  undZoll  stark  genug
ist,  um  Erörterungen  über  eine  etwa  spätere  Besteuerung
im  Inland  erzeugter  Luruswaren  für  absehbare  Zeit
entbehrlich  erscheinen  zu  lassen.
Wenn,  wie  die  letzte  Tabelle  zeigt,  ca.  180  Millionen
Mark  hochwertiger,  dem  Lurusbedarfe  zuzurechnender
oder  —  wo  der  reine  Luruscharakter  zweifelhaft
erscheinen  könnte  —  zum  wenigsten  doch  im  Inland
ebenso  wohlfeil  herstellbarer  Waren  insgesamt  mit  nur
9  Millionen  Mark  oder  mit  nur  5  %  des  Einfuhrwertes
durch  den  Zoll  belastet  sind,  wenn  sich  ferner  im  Einzelnen ­
  die  höchste  Belastung  (bei  Schokoladen  und  Perlmutterknöpfen) ­
  mit  nur  etwa  18°/«  ihres  Großhandelswertes ­
  zeigt,  wenn  daran  erinnert  werden  darf,  daß
beispielsweise  die  deutsche  Schokoladenindustrie  bei  einer
sich  auf  18  °/o  des  Großhandelswertes  stellenden  Zollbelastung ­
  der  Einfuhrware  lebhafte  Klagen  über  den
Entzug  der  Herstellung  gerade  der  feinsten  Erzeugnisse
durch  das  Ausland  führen  muß,  so  erkennt  man  unschwer, ­
  in  wie  weitgehendem  Maß  unser  bisheriges
Zollsystem  die  Gesichtspunkte  der  Lurusbesteuerung  vernachlässigt ­
  hat.  Man  muß  festhalten,  daß  unsere  Tabakbesteuerung, ­
  obwohl  sie  nach  ihrer  Höhe  pro  Kopf  der
Bevölkerung  von  anderen  Kulturländern  noch  um  das
Doppelte  bis  Dreifache  übertroffen  wird,  unter  Berücksichtigung ­
  des  Gewichtszolles  die  Einfuhr  ausländischer
            
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