Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Zweites Kapitel. 
Wert ihm Genüge tut. Alle Waren sind Nichtgebrauchswerte für 
+hre Besitzer, Gebrauchswerte für ihre Nichtbesitzer, Sie müssen 
Also allseitig die Hände wechseln. Aber dieser Händewechsel bildet 
hren Austausch, und ihr Austausch bezieht sie als Werte aufeinander 
und realisiert sie als Werte. Die Waren müssen sich daher als 
Werte realisieren, bevor sie sich als Gebrauchswerte realisieren 
zönnen. 
Anderseits müssen sie sich als Gebrauchswerte bewähren, be- 
“or sie sich als Werte realisieren können. Denn die auf sie ver- 
Ausgabte menschliche Arbeit zählt nur, soweit sie in einer für 
indere nützlichen Form verausgabt ist. Ob sie andern nützlich, ihr 
Produkt daher fremde Bedürfnisse befriedigt, kann aber nur ihr 
Austausch beweisen. 
Jeder Warenbesitzer will seine Ware nur veräußern gegen 
andere Ware, deren Gebrauchswert sein Bedürfnis befriedigt. 
Sofern ist der Austausch für ihn nur individueller Prozeß. Ander- 
Seits will er seine Ware als Wert realisieren, also in jeder ihm 
beliebigen andern Ware von demselben Wert, ob seine eigene 
Ware nun für den Besitzer der andern Ware Gebrauchswert habe 
°der nicht. Sofern ist der Austausch für ihn allgemein gesellschaft- 
licher Prozeß. Aber derselbe Prozeß kann nicht gleichzeitig für 
Alle Warenbesitzer nur individuell und zugleich nur allgemein 
Sesellschaftlich sein. 
Sehen wir näher zu, so gilt jedem Warenbesitzer jede fremde 
Ware als besonderes Aequivalent seiner Ware, seine Ware daher 
als allgemeines Aequivalent aller andern Waren. Da aber alle 
Warenbesitzer dasselbe tun, ist keine Ware allgemeines Aequivalent 
And besitzen die Waren daher auch keine allgemeine relative Wert- 
form, worin sie sich als Werte gleichsetzen und als Wertgrößen 
YSrgleichen. Sie stehen sich daher überhaupt nicht gegenüber als 
Waren, sondern nur als Produkte oder Gebrauchswerte. 
In ihrer Verlegenheit denken unsere Warenbesitzer wie Faust. 
Im Anfang war die Tat. Sie haben daher schon gehandelt, bevor 
6 gedacht haben. Die Gesetze der Warennatur betätigten sich im 
Naturinstinkt der Warenbesitzer. Sie können ihre Waren nur als 
Werte und darum nur als Waren aufeinander beziehen, indem sie 
Kieselben gegensätzlich auf irgendeine andere Ware als allgemeines 
Aequivalent beziehen. Das ergab die Analyse der Ware. Aber 
ur die gesellschaftliche Tat kann eine bestimmte Ware zum allge- 
Meinen Aequivalent machen. Die gesellschaftliche Aktion aller 
\ndern Waren schließt daher eine bestimmte Ware aus, worin sie 
Alseitig ihre Werte darstellen. Dadurch wird die Naturalform 
lieser Ware gesellschaftlich gültige Aequivalentform. Allgemeines 
Aequivalent zu sein wird durch den gesellschaftlichen Prozeß zur 
Pezifisch gesellschaftlichen Funktion der ausgeschlossenen Ware. 
(0 wird sie — Geld. „Diese haben einerlei Meinung und geben ihre 
Macht und Gewalt dem Tiere. Und niemand solle kaufen oder 
Das Kapital. I. 
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