Industrie.
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1902 eben außerordentlich niedrig gewesen war. Das Schaf ist
auch kein tropisches Tieflandtier, und. wenn es jetzt in Campeche
etwas stärker gezüchtet wird (816 Stück in 1924), so geschieht
das wohl nur der Fleischgewinnung wegen.
Im einzelnen lassen sich die Ursachen der größeren oder
geringeren. Schäden in den besonderen Staaten aus der Ferne
nicht sicher begreifen — um so weniger, als man immer noch
mit der Gefahr von Druckfehlern oder anderen Unrichtigkeiten
rechnen muß.
Aber wenn auch da und dort Fehler die Listen entstellen
dürften, so sprechen die mitgeteilten offiziellen Angaben doch
eine erschütternde Sprache und zeigen, wie stark auch die
wirtschaftliche und selbst politische Bedeutung eines Staats-
wesens durch eine lang fortgesetzte Reihe von Revolutionen
iteiden kann. Glücklicherweise ist aber Mexico von der Natur so
reich bedacht und besitzt eine Bevölkerung von so gesundem
Kern und Kraft, daß man sicher sein darf, daß das Land einer
neuen Blüte entgegengehen wird, sobald einmal eine längere
Zeit politischer Ruhe und friedlicher innerer und äußerer Ent-
wicklung wiederkommen wird!
4. Industrie.
Die industrielle Tätigkeit ist in vorspanischer Zeit auf einer
gewissen Höhe gewesen. Manche Industriezweige der Indianer
sind inzwischen in Vergessenheit geraten, aber noch immer ist
das indianische Gewerbe nicht unwichtig. für das ganze Land;
selbst in den europäischen Haushaltungen in Mexico pflegen
noch immer manche Erzeugnisse indianischen Gewerbefleißes
vertreten zu sein, so Maismahlsteine, Seilerwaren aller Art
‘z. B. Hängematten), Töpferwaren, Matten, Feuerfächer, Körbe
a. a. Vielfach haben freilich inzwischen Mischlinge und Spanier
diese Gewerbe von den Indianern übernommen und neben den
aus Spanien eingeführten Handwerken seit Beginn der Kolonial-
zeit bis zur Gegenwart ausgeübt. Noch immer ist die handwerks-
mäßige Darstellung vieler Gebrauchsgegenstände des täglichen
Lebens in der althergebrachten Weise im Land allgemein üblich