Full text: Mexico

108 Die einzelnen Wirtschaftszweige etc. 
eine Menge von Zuckerfabriken und modernen Entfaserungs- 
anlagen besteht, während in der Hauptstadt Merida selbst eine 
relativ nur geringe industrielle Tätigkeit herrscht. 
Die Art des Betriebs ist vielfach ganz modern, und nur in 
Industrien, die bereits in ältere Zeit zurückreichen, wie Baum- 
wollspinnereien und -webereien oder Eisengießereien, kommen 
neben modernen Einrichtungen auch, ältere vor. Dampf und 
alektrische Kraft finden in wachsendem Maße Verwendung. 
Die industrielle Erzeugung ist am bedeutendsten im Hoch- 
land des mexicanischen Blocks. 
Eine genaue Darstellung der geographischen Verteilung 
der einzelnen. Industrien ist aber nicht möglich, weil seit 1902 
keine Industriestatistik mehr aufgenommen worden ist. Nur für 
einige Industriezweige sind vom Statistischen Landesamt 
genauere Nachweise veröffentlicht worden. Am besten sind wir 
über die Baum wolltextilindustrie unterrichtet, die auch 
die bedeutendste Industrie des Landes ist (siehe Tabelle XII). Ihre 
Hauptentwicklung hat sie in den südlichen Hochlandstaaten, 
unter denen Puebla als weitaus leistungsfähigster hervortritt, 
bringt er doch allein etwa ebenso viele Fabrikate hervor, als 
die übrigen Staaten des südlichen Hochlands zusammen- 
genommen. An zweiter Stelle unter den Staatengruppen steht 
die atlantische Abdachung des mexicanischen Hochlandes, wo die 
starke Entwicklung der Baumwollindustrie im Staat Veracruz 
noch heute die ehemals starke Abhängigkeit von eingeführtem 
Rohstoff bekundet. Bescheiden ist die Beteiligung der mittleren 
ınd nördlichen Hochlandstaaten und der pazifischen Gebiete. 
Ihre Hauptentwicklung hat die Textilindustrie im mexi- 
canischen Hochland. Das transisthmische Mexico ist nur minimal 
beteiligt (1 Fabrik in Chiapas), Yucatän und Niederkalifornien 
yar nicht. Trotz der bedeutenden Fabrikationstätigkeit ist aber 
noch immer eine beträchtliche Einfuhr von verschiedenartigen 
Baumwollstoffen und Garnen notwendig (1924: fast 15 und über 
5 Millionen Pesos), und ähnlich liegen die Verhältnisse in der 
Wollindustrie, indem Wollfabrikate in hohem Wertbetrag (1924: 
Wollgewebe 3 Millionen Pesos, Garne 625.000 Pesos) eingeführt 
werden. Die Wollindustrie ist nur auf dem Hochland ent-
	        
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